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Canonical: Ubuntu bald mit Thunderbird statt Evolution?

Noch ist Evolution der Standard-E-Mail-Client unter Ubuntu . Doch das könnte sich ändern. Die Mehrheit der Diskussionsteilnehmer auf der Ubuntu Developer Konferenz möchte einen Wechsel zu Thunderbird .
/ Jörg Thoma
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Das Thunderbird-Logo (Bild: Mozilla)
Das Thunderbird-Logo Bild: Mozilla

Auf der Ubuntu Developer Konferenz (UDS)(öffnet im neuen Fenster) diskutierten die Teilnehmer über einen Wechsel des E-Mail-Clients unter Ubuntu. Das bislang als Standard-E-Mail-Client verwendete Evolution soll dem Mozilla-Projekt Thunderbird weichen. Der Wechsel wäre allerdings nicht einfach: Zuvor müsste Thunderbird noch mit einem ordentlichen Adressbuch und einer Kalenderfunktion ausgestattet werden.

Neben einer verbesserten Kontaktfunktion müsste Thunderbird auch an den Evolution-Data-Server angebunden werden, auf den die Entwickler auch künftig als Backend nicht verzichten wollen. Ein weiterer wichtiger Punkt sei die zuverlässige Verfügbarkeit der Updates sowie der Erweiterungen für Thunderbird, vor allem der Enigmail-Erweiterung zur Verschlüsselung von E-Mails.

Zudem müsste die E-Mail-Anwendung an die Ubuntu-Bedienoberfläche angepasst werden, etwa durch ein passendes Artwork. Schließlich müsste auch genügend Platz auf der Installations-CD vorhanden sein: Thunderbird benötigt derzeit 18 MByte Speicherplatz.

Gegen den Wechsel spricht außerdem, dass Evolution inzwischen als stabil gilt. Letzte Fehler in der IMAP-Funktion sind inzwischen beseitigt. Zudem ist die Bedienoberfläche über die letzten Jahre weitgehend konsistent geblieben. Außerdem verwendeten Unternehmen Evolution. Und schließlich wollen die Ubuntu-Macher vermeiden, Anwender mit nicht nachvollziehbaren Softwarewechseln zu verwirren.

Auf dem Diskussionsforum wurde beschlossen, einstweilen bei Evolution zu bleiben, bis alle Voraussetzungen für den Wechsel zu Thunderbird gegeben sind. Das könnte frühestens nach der nächsten LTS-Version geschehen, die für April 2012 geplant ist.

Der nicht ernst gemeinte Vorschlag eines Teilnehmers, Mutt als Standardclient einzusetzen, fand allerdings keine Mehrheit.


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