Jens Seipenbusch

Chef der Piratenpartei kandidiert nicht mehr

Die Piratenpartei wählt auf ihrem Bundesparteitag am kommenden Wochenende einen neuen Bundesvorsitzenden. Jens Seipenbusch nimmt sich nach fünf Jahren im Vorstand eine Auszeit.

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Jens Seipenbusch: Chef der Piratenpartei kandidiert nicht mehr
(Bild: Reuters)

Der Bundesvorsitzende der Piratenpartei, Jens Seipenbusch, wird auf dem Bundesparteitag am kommenden Wochenende nicht mehr kandidieren. "Ich brauche eine Auszeit - die kann man nicht im Amt nehmen", sagte Seipenbusch der Tageszeitung Die Welt. "Jens nimmt sich eine Auszeit nach fünf Jahren Vorstand", bestätigte ein Sprecher der Partei Golem.de.

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Bisher gebe es nach den Informationen der Zeitung neun Bewerber für den Parteivorsitz der netzpolitischen Partei. Der Bundesparteitag findet vom 14. bis zum 15. Mai in Heidenheim statt. Aussichtsreichste Kandidaten seien der bisherige Bundesgeschäftsführer Christopher Lauer sowie die von Seipenbusch unterstützten Kandidaten Sebastian Nerz, Landesvorsitzender der Piratenpartei in Baden-Württemberg, sowie Bundesschatzmeister Bernd Schlömer. Bei den jüngsten Landtagswahlen hatte die Piratenpartei in Baden-Württemberg 2,1 Prozent der Stimmen erzielt. Das beste Wahlergebnis gab es mit 3,6 Prozent der Stimmen im Bezirk "Karlsruhe 1". Zehn Prozent der männlichen Erstwähler hatten sich für die Piraten entschieden.

"Im Gegensatz zu den anderen Parteien Deutschlands ist die Liste der Kandidaten lang und die Basis entscheidet direkt, wer gewählt wird", erklärte die Piratenpartei. Die rund zwölftausend Mitglieder haben 170 Satzungs-, Programm- und sonstige Anträge an den Bundesparteitag gestellt.

In seinem Blog schreibt Seipenbusch, er könne den Rückzug "nun leichten Herzens verkünden", da mit "Sebastian [Nerz] und Bernd [Schlömer] zwei aufrichtige und geeignete Kandidaten für den Vorsitz der Piratenpartei zur Wahl" stünden.

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