Twitter-Bilder

Verwirrung um Twitpic

Twitpic hat eine Vereinbarung mit einer Bildagentur geschlossen und gleichzeitig seine Geschäftsbedingungen geändert. Darf der Bilderdienst nun Fotos seiner Nutzer an die Agentur verkaufen?

Artikel veröffentlicht am ,
Twitpic
Twitpic (Bild: Screenshot)

Verwirrung um die Geschäftsbedingungen (AGB) beim Bilderdienst Twitpic: Dieser habe sich in einer Überarbeitung der AGB das Recht zugesichert, die von den Nutzern eingestellten Fotos weiterzuverwerten, berichtet Spiegel Online. Gleichzeitig hat Twitpic laut dem britischen Mediendienst Press Gazette eine Vereinbarung mit der Nachrichten- und Fotoagentur World Entertainment News Network (WENN) geschlossen.

WENN bekommt Bilder

Stellenmarkt
  1. Application Manager SAP TM/LE-TRA*
    SCHOTT AG, Mainz
  2. Entwicklungsingenieur (m/w/d) Künstliche Intelligenz
    MBDA Deutschland, Schrobenhausen
Detailsuche

Danach darf WENN Fotos, die auf dem mobilen Bilderdienst hochgeladen werden, kommerziell verwerten. Interessant ist das unter anderem, weil viele Prominente über Dienste Bilder von sich verbreiten.

Auf Twitpic veröffentlichte Bilder seien bereits häufig ohne Erlaubnis veröffentlicht worden, sagte Wenn-Chef Lloyd Beiny. "Die Ansicht einiger, dass alle Bilder, die über Twitter eingestellt werden, kostenlos verfügbar sind, ist vollkommen falsch. Aber infolge dieser neuen Vereinbarung kann jeder, der Fotos von Prominenten veröffentlichen will, die auf Twitter über Twitpic eingestellt wurden, dies legal über WENN tun."

Geänderte Geschäftsbedingungen

In den aktuellen AGB sichert sich Twitpic das Recht zu, die Bilder, die Nutzer über den Dienst veröffentlichen, weiterzuverwenden. Das Urheberrecht bleibt aber beim Fotografen. "Indem Sie Inhalte zu Twitpic übertragen, räumen Sie Twitpic eine weltweite, nichtexklusive, honorarfreie, unterlizenzierbare und übertragbare Genehmigung ein, die Inhalte zu nutzen, zu reproduzieren, zu verteilen, zu bearbeiten, auszustellen und aufzuführen in Zusammenhang mit dem Dienst und mit Twitpics Geschäften (und denen seiner Nachfolger und Partner), einschließlich der unbeschränkten Verwendung, um für Teile des Dienstes oder den ganzen Dienst zu werben oder diesen weiterzuverteilen in allen Medienformaten und über alle Medienkanäle."

Golem Karrierewelt
  1. Container Management und Orchestrierung: virtueller Drei-Tage-Workshop
    22.-24.08.2022, Virtuell
  2. Jira für Anwender: virtueller Ein-Tages-Workshop
    29.09.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Fakt ist, dass die Passage über die Verwertung in älteren Versionen der AGB fehlt. Eine solche Klausel sei, so schreibt Twitpic-Chef Noah Everett im Unternehmensblog, "Standard bei den meisten Sites mit nutzergenerierten Inhalten (inklusive Twitter)." Über die neuen AGB erlaubten die Nutzer Twitpic, die Fotos und Videos "auf twitpic.com und an unsere Partner zu verteilen." Die Änderungen hätten einige Aufregung verursacht, für die sich Everett entschuldigte.

Nur auf anderen Webseiten?

Danach hat sich Twitpic also nur das Recht gesichert, die Fotos nicht nur auf der eigenen Seite zu veröffentlichen, sondern auch auf Partnerseiten. Bleibt die Frage, ob WENN zu den Partnern von Twitpic zu rechnen ist.

Anfang des Jahres habe WENN schon einmal eine Vereinbarung mit Plixi, einem anderen Twitter-Bilderdienst, geschlossen, ebenfalls in der Absicht, die Fotos zu verwerten, berichtet die New York Times. Nach der Beschwerde eines namentlich nicht genannten Prominenten wurde diese jedoch schnell wieder gelöst.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Schnarchnase 11. Mai 2011

Selbstverständlich, zumindest in Deutschland ist das Urheberrecht nicht veräußerbar.

elgooG 11. Mai 2011

Ich habe meinen Twitpic-Account auch gelöscht und der Anwendung die Rechte auf meinen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Lennart Poettering
Systemd-Gründer wechselt offenbar zu Microsoft

Der einflussreiche Entwickler Lennart Poettering hat offenbar den Linux-Distributor Red Hat verlassen und wechselt zur Konkurrenz.

Lennart Poettering: Systemd-Gründer wechselt offenbar zu Microsoft
Artikel
  1. Thinkpad E14 Gen4 im Test: Laptop mit tollem Preis-Leistungs-Verhältnis
    Thinkpad E14 Gen4 im Test
    Laptop mit tollem Preis-Leistungs-Verhältnis

    Top für 900 Euro: Das Thinkpad E14 Gen4 mit Alder Lake ist flott, aufrüstbar und tippt sich exzellent. Nur beim Display steht Lenovo auf der Stelle.
    Ein Test von Marc Sauter

  2. Intel: Meteor Lake erhält dedizierte Low-Power-CPU-Kerne
    Intel
    Meteor Lake erhält dedizierte Low-Power-CPU-Kerne

    Neben Performance- und Efficiency-Cores integriert Intel bei Meteor Lake noch weitere. Am Ende sollen es bis 2+8+2 für Notebooks werden.

  3. Zu geringer Abstand: Polizei sucht mit Drohne nach Verkehrssündern
    Zu geringer Abstand
    Polizei sucht mit Drohne nach Verkehrssündern

    Ein zu geringer Abstand auf der Autobahn ist eine häufige Unfallursache. In Brandenburg hat die Polizei Drängler mit einer Drohne gefilmt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Red Friday: Mega-Rabatt-Aktion bei Media Markt • LG OLED TV 77" 120 Hz günstig wie nie: 2.399€ • Amazon-Geräte günstiger • AMD Ryzen 5 günstig wie nie: 125€ • EVGA RTX 3090 günstig wie nie: 1.649€ • MindStar (MSI 31,5“ 165Hz 369€) • Der beste 2.000€-Gaming-PC [Werbung]
    •  /