Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Google: Android 3.1 kommt, auch für den Fernseher

Google hat auf seiner Entwicklerkonferenz Android 3.1 angekündigt, das auch für Google TV erscheinen wird. Android-Updates sollen künftig schneller und auf mehr Geräten verfügbar sein.
/ Jens Ihlenfeld
72 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Android 3.1 (Bild: Google)
Android 3.1 Bild: Google

Google aktualisiert sein Tablet-Betriebssystem Android 3.1(öffnet im neuen Fenster) , es tritt die Nachfolge von Honeycomb an. Widgets können nun sowohl in der Höhe als auch in der Breite angepasst werden, wobei sich bestehende Widgets mit nur wenigen Zeilen XML anpassen lassen sollen.

Zudem sollen sich Geräte mit Android 3.1 auch als USB-Host nutzen lassen, so dass es beispielsweise möglich sein wird, eine Digitalkamera direkt anzuschließen, um deren Bilder auf das Tablet zu übertragen. Darüber hinaus werden zahlreiche weitere USB-Eingabegeräte unterstützt, einschließlich Joysticks und externe Tastaturen.

Außerdem soll Android 3.1 schnelle WLAN-Verbindungen auch dann halten, wenn der Bildschirm ausgeschaltet ist. Es wurde weiterhin der Android-Browser verbessert. Dieser ist laut Google schneller, unterstützt hardwarebeschleunigte Plugins und hat eine bessere Zoom-Funktion.

Google hat außerdem angekündigt, Android 3.1 auf Google TV zu bringen. Das gilt auch für den Android Market, so dass Android-Entwickler ihre Applikationen künftig auch für den Fernseher anbieten können. Mit der folgenden Version Icecream-Sandwich sollen die Entwicklungsstränge für Smartphones, Tablets und Google TV dann wieder vereint werden. Auch Notebooks tauchen in der Android-Präsentation auf.

Filme im Android Market

Der Android Market wird um Filme erweitert. Die Filme können gemietet und innerhalb von 30 Tagen angesehen werden. Nach dem ersten Start des Films steht dieser 24 Stunden zur Verfügung. Mittels "Pinning" ist es möglich, die Inhalte zu nutzen, wenn keine Internetverbindung besteht. Dabei können die gemieteten Filme im Web, auf dem Tablet und auf Smartphones abgespielt werden. Die entsprechende Android-Applikation wird in Android 3.1 enthalten sein und soll auch für Android ab Version 2.2 zur Verfügung stehen.

Google Music startet nur in den USA

Mit Google Music Beta(öffnet im neuen Fenster) startet Google wie schon vorab bekannt wurde auch einen Musikdienst in der Cloud. Er ist über ein Webinterface zugänglich und kann so auf allen Geräten genutzt werden. Wird beispielsweise eine Playlist angelegt, steht diese umgehend auf allen Geräten zur Verfügung. "Instant Mix" stellt automatisch eine Musikmischung zusammen.

Google Music
Google Music (01:45)

Googles Musikdienst funktioniert ohne Kabel, ein Synchronisieren, wie es von Apples iTunes bekannt ist, ist nicht erforderlich. Die Bibliothek kann mit bis zu 20.000 Musiktiteln gefüllt werden.

Google Music startet ab sofort in einer Betaversion, die allerdings nur auf Einladung für US-Bürger verfügbar ist.

Google geht gegen Android-Fragmentierung vor

Das Thema Android-Fragmentierung geht Google mit einer neuen Initiative an. Einige Hersteller und Netzbetreiber verpflichten sich künftig über einen Zeitraum von 18 Monaten, die jeweils aktuelle Android-Version zeitnah anzubieten. Angeschlossen haben sich HTC, Samsung, Sony Ericsson, LG und Motorola sowie die Netzbetreiber Verizon, Sprint, T-Mobile, Vodafone und AT&T.

Mehr Zubehör

Hersteller von Zubehör stellt Google Android Open Accessory(öffnet im neuen Fenster) zur Verfügung. Damit soll sich Zubehör für Android-Geräte entwickeln lassen. Das Paket besteht aus den entsprechenden APIs und einer Hardware-Referenz-Implementierung auf Basis von Arduino, ADK genannt. Anders als bei Apple werden für Hersteller keine Lizenzgebühren fällig, so dass jeder beliebige Ergänzungen entwickeln und vermarkten kann. Das ADK wird für Android 2.3.4 und 3.1 angeboten.

In Zukunft soll Android auch die Steuerung von Heimelektronik übernehmen. Google gab dazu einen Ausblick auf das Framework Android at Home, das ein neues Funkprotokoll nutzt, um auch Geräte einzubinden, die kein WLAN unterstützen. Dazu zählen beispielsweise Geschirrspüler, Heizungen oder Lichtschalter. Bereits Ende 2011 sollen erste Glühlampen auf den Markt kommen, die sich über Android at Home mit dem Smartphone oder Tablet bedienen lassen.

Unter dem Namen Projekt Tungsten zeigte Google einen Hub für das vernetzte Heim, mit dem sich Musik im Haushalt verteilen lässt, ähnlich wie man es von Sonos oder Apples Airport Express kennt. Die Tungsten Hubs verbinden sich mit Googles Server und streamen die Musik auf die jeweils angeschlossenen Lautsprecher. Gesteuert wird die Verteilung der Musik über ein Android-Gerät.


Relevante Themen