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AMD: Coreboot-Unterstützung auch für Fusion-Chips

AMD wird in Zukunft die BIOS-Alternative Coreboot für alle Produkte unterstützen. Für die eingebetteten Prozessoren ist der Vorgang schon fast abgeschlossen. Auch mit der Fusion-Linie soll Coreboot funktionieren.
/ Sebastian Grüner
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Bild: coreboot.org

Der Chiphersteller AMD wird zukünftig die freie BIOS-Alternative Coreboot(öffnet im neuen Fenster) auf allen Chips unterstützen. Dies betrifft auch die Llano-APU, den ersten Chip der Fusion-Linie, die ähnlich wie Intels Sandy-Bridge-Prozessoren CPU und GPU vereint. Das kündigt Kevin Tanguay, der Marketingchef von AMD Embedded, in einem Blogeintrag an(öffnet im neuen Fenster) .

Tanguay schreibt, vor allem die Abteilung für eingebettete Prozessoren von AMD schätze den Wert von Coreboot sehr. Bis jetzt habe die Abteilung dem Projekt die Unterstützung für fast alle der eingebetteten Prozessoren AMDs spendiert. Diese Phase soll mit der vollen Unterstützung für die Opteron-Chipfamilie abgeschlossen sein.

Die AMD-Entwickler wollen aber auch weitere Funktionen in Coreboot integrieren. Darunter eine Energieverwaltung und die Möglichkeit, Windows 7 Embedded zu starten. Mit der Energieverwaltung blickt AMD vor allem auf die Nutzung seiner Chipsätze in Geräten, die eine lange Akkulaufzeit haben sollen, oder aber auch Set-Top-Boxen, bei denen die APU häufig inaktiv ist.

Das Coreboot-Projekt ist eines der Projekte der Free Software Foundation mit höchster Priorität(öffnet im neuen Fenster) . Denn häufig ist das proprietäre BIOS das einzige, was einem komplett freien System im Wege steht. Durch die freie Software könne aber auch die Bootzeit deutlich verringert werden . Bisher erhielt das Projekt allerdings nur sehr wenig Unterstützung von großen Chipherstellern wie Intel.


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