Lars Knoll

Qt 5 bringt grundlegende Neuerungen

Nokias Entwicklerkit Qt wird grundlegend überarbeitet. In rund einem Jahr soll mit Qt 5 eine neue Majorversion erscheinen. Basis für die neue Generation bilden Qt Quick, QML Scenegraph, Project Lighthouse und Qt Webkit.

Artikel veröffentlicht am ,
Lars Knoll: Qt 5 bringt grundlegende Neuerungen

Qt-Entwickler Lars Knoll hat die grundlegenden Pläne für Qt 5 vorgestellt. Qt 4.0 erschien bereits 2005, es folgten bislang sieben Minor-Updates. Mit Qt 5 soll das Framework auf eine neue Grundlage gestellt werden. Basis dafür bilden in den letzten Jahren entwickelte Techniken wie Qt Quick, QML, Scenegraph, Project Lighthouse und Qt Webkit.

Neue Grafikarchitektur soll GPU besser nutzen

Stellenmarkt
  1. Specialist Data Analytics and Assurance (m/w/d) für Vantage Towers
    Vodafone GmbH, Düsseldorf
  2. Technology Generalist Business Innovation (m/w/d)
    ALDI SÜD Dienstleistungs-GmbH & Co. oHG, Mülheim an der Ruhr
Detailsuche

Geht es nach Knoll, wird Qt 5 die GPU besser nutzen, was für bessere Grafikleistung sorgen und zu geringerem Ressourcenverbrauch führen soll. Dazu soll eine neue Grafikarchitektur geschaffen werden, bei der Qt Quick und QML Scenegraph im Zentrum stehen. QPainter wird es zwar weiterhin geben, es wird aber nicht mehr für das UI verwendet. Zudem wird Qt zwingend OpenGL ES 2.0 oder OpenGL voraussetzen. QWidgets wird dann auf Scenegraph aufsetzen, nicht umgekehrt, wie es derzeit der Fall ist.

QML löst QWidget ab

Letztendlich soll Qt 5 die Basis für eine neue Art der Entwicklung von Applikationen darstellen. C++ soll in erster Linie genutzt werden, um ein modulares Backend für Qt Quick umzusetzen. Langfristig sollen alle UIs in QML und komplette Applikationslogik in Javascript geschrieben werden. Vorerst aber sollen auch QWidget-basierte Programme weiter unterstützt werden, dennoch wird alles, was mit QWidget zusammenhängt, in eine eigene Bibliothek ausgelagert. Die entsprechenden Klassen sind zwar für bestehende Applikationen wichtig, sollen künftig aber von QML abgelöst werden. Durch die Ausgliederung soll eine saubere Architektur für Qt 5 entstehen.

Lighthouse als Basis für alle Ports

Portierungen sollen ohne großen Code-Aufwand möglich sein. Dazu werden alle Qt-Ports auf Lighthouse basieren, was für eine bessere Abstraktion vom Fenstersystem sorgen soll. Lighthouse soll bereits mit Qt 4.8 stabil sein. In Qt 5 werden dann alle Ports darauf aufsetzen.

Golem Akademie
  1. Terraform mit AWS
    14.-15. Dezember 2021, online
  2. Einführung in die Programmierung mit Rust
    21.-24. September 2021, online
  3. Linux-Shellprogrammierung
    2.-5. November 2021, online
Weitere IT-Trainings

Zudem sollen Apps stärker ans Web angebunden werden.

Qt 4.7 enthalte derzeit noch einigen alten Code, der verhindere, dass Qt besser zur Entwicklung moderner Applikationen geeignet ist. Mit Qt 5 soll es einige Veränderungen der APIs geben, um diese Beschränkungen aufzubrechen. Der Umstieg auf Qt 5 soll für Entwickler aber nicht so schwierig werden wie einst der Schritt von Qt 3 zu Qt 4. Knoll geht derzeit davon aus, dass in den meisten Fällen keine Anpassung des Quelltextes erforderlich sein wird.

Bei den zu unterstützenden Betriebssystemen wollen sich die Qt-Entwickler auf wenige Plattformen beschränken. Konkret nennt Knoll Wayland und X11 für Linux, Mac OS X und Windows. Welche weiteren Plattformen unterstützt werden, hängt von der Community ab.

Offenes Entwicklungsmodell für Qt 5

Die Entwicklung von Qt werde dabei in einen offenen Modus überführt, erklärte Knoll. Bislang wird Qt weitgehend von Nokia entwickelt und kontrolliert, vorher von Trolltech. Das soll sich mit Qt 5 grundlegend ändern; Qt soll dadurch zu einem echten Open-Source-Projekt werden. Es soll keinen Unterschied ausmachen, ob ein Qt-Entwickler bei Nokia angestellt ist oder nicht.

Interessenten lädt Knoll zum Qt Contributor Summit ein, der vom 16. bis zum 18. Juni in Berlin stattfindet. Dort sollen die Pläne für Qt 5.0 und 5.1 diskutiert werden.

Eine erste Beta von Qt 5 soll bereits Ende 2011 fertig sein, das Final-Release ist für 2012 geplant.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


zilti 21. Jun 2011

Ich weiss, der Thread ist alt, aber das muss ich mal loswerden: Dass Android langsamer...

maple2 10. Mai 2011

LGPL heißt, du darfst dein Closed-Source-Programm dynamisch an Qt-DLLs binden, statisch...

maple2 10. Mai 2011

Aus dem Blog: "For those of you that were with us for the transition of Qt 3 to Qt 4, we...

maple2 09. Mai 2011

Steht so auch nicht im Blog. Man will sich nur nicht seinen schönen, schlanken, neuen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Cyrcle Phone 2.0
Rundes Smartphone soll 700 Euro kosten

Dass Mobiltelefone in den letzten 20 Jahren meist nicht rund gewesen sind, scheint einen guten Grund zu haben, wie das Cyrcle Phone 2.0 zeigt.

Cyrcle Phone 2.0: Rundes Smartphone soll 700 Euro kosten
Artikel
  1. A New Beginning: Jetzt wird Outcast wirklich fortgesetzt
    A New Beginning
    Jetzt wird Outcast wirklich fortgesetzt

    Rund 22 Jahre nach dem Start des ersten Teils gibt es die Ankündigung von Outcast 2 für Xbox Series X/S, Playstation 5 und Windows-PC.

  2. Bundesinnenministerium: Nur jede neunte Verwaltungsleistung ist digitalisiert
    Bundesinnenministerium
    Nur jede neunte Verwaltungsleistung ist digitalisiert

    Meldebescheinigungen oder Baugenehmigungen warten weiter auf die Digitalisierung.

  3. Smartphones: Huawei versucht nicht mehr, die besten Produkte zu machen
    Smartphones
    Huawei versucht nicht mehr, die besten Produkte zu machen

    Das Handelsembargo der USA gegen Huawei zeigt Wirkung, wenn auch anders als geplant.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • iPhone 13: jetzt alle Modelle vorbestellbar • Sony Pulse 3D PS5-Headset Midnight Black vorbestellbar 89,99€ • Breaking Deals mit Club-Rabatten (u. a. Samsung 65" QLED 1.189,15€) • WD Black SN750 1TB 96,99€ • Amazon Exklusives in 4K-UHD • GP Anniversary Sale: History & War [Werbung]
    •  /