• IT-Karriere:
  • Services:

Eigener Compositing-Manager

Darüber hinaus hat Wayland einen eigenen Compositing-Manager. X verwendet externe Compositing-Manager und vermittelt Ein- und Ausgabesignale zwischen diesem und der Hardware, was unnötige Kontextwechsel nach sich zieht. In Wayland hingegen klinkt sich der Compositing-Manager direkt zwischen Client und Treiber ein. Damit kann der Wayland-Compositor nach einer Veränderung in der Benutzeroberfläche einen Pageflip-Befehl direkt beim Treiber anmelden.

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Wien (Österreich)
  2. Kreis Segeberg, Segeberg

Das Rendern bei Wayland übernimmt der Client beziehungsweise die Anwendung. Über Direct Rendering, das mit Hilfe der DRI2-Schnittstelle bereitgestellt wird, können Clients und der Server einen Videopuffer teilen. Der Client kommuniziert über eine Rendering-Bibliothek, etwa OpenGL, direkt mit der Grafikkarte und schreibt die Rendering-Informationen in den Speicherpuffer. Dort wird er vom Compositing-Manager ausgelesen und auf den Bildschirm geschrieben. Der Client muss dem Compositing-Manager nur mitteilen, in welchem Speicherbereich er nach den Daten suchen muss und wann er neue Daten geschrieben hat.

  • Wayland-Infrastruktur
  • X.org-Infrastruktur
  • X als Plugin mit Wayland
  • Wayland mit Clutter-Anwendung
  • Wayland mit Clutter-Anwendung
  • Wayland mit Compiz
  • Wayland mit Qt-Anwendung
  • Wayland mit Qt-Anwendung
  • Wayland mit Qt-Anwendung
  • X mit Wayland
  • Drag-and-Drop-Demo
  • Wayland und GTK-Anwendungen
  • Wayland mit VTE
  • Wayland und Webkit
Wayland mit Clutter-Anwendung

Die jeweiligen Anwendungen erhalten damit die Kontrolle über den verwendeten Speicherpuffer. Diese müssen über neue Fensterinhalte zwar informiert werden, der Inhalt des Speicherpuffers kann aber winzig sein und etwa nur die Information über das Blinken eines Cursors enthalten.

X-Server als Plugin

Laut Entwickler Høgsberg soll Wayland lediglich eine Schnittstelle sein, die andere Schnittstellen erkennt und verwenden kann. Dank der Auslagerung in Erweiterungen soll Wayland weitgehend skalierbar sein. Selbst der X-Server, auf den laut Høgsberg auch künftig nicht verzichtet werden kann, soll später als Wayland-Plugin funktionieren.

Wayland stellt einen kompletten eigenen Displayserver bereit, soll aber die Kompatibilität zu X beibehalten. Dazu sind nur wenige Änderungen in X nötig, so dass X auf die Eingabegeräte über Wayland zugreifen und die gezeichneten Oberflächen entweder an sein Root-Fenster oder die X-Clients weiterleiten kann. X.org könnte seine eigenen 2D-Treiber und Grafikbeschleunigung verwenden. Der einzige Unterschied wäre, dass X.org über Wayland mit der Grafikkarte kommuniziert statt selbst auf die Kerneltreiber zuzugreifen.

Wenige KByte Code

Wayland soll auch als Toolkit dienen, mit dem sowohl eigene Clients als auch Compositor geschrieben werden können. Derzeit arbeiten die Compiz-Entwickler daran, ihren Compositing-Manager an Wayland anzupassen. Der Vorteil gegenüber X soll darin bestehen, dass die Kommunikation mit den Grafiktreibern und der Eingabeschnittstelle in weniger als 1.000 Zeilen Code realisierbar ist.

Der derzeitige Wayland-Code selbst gibt sich bescheiden. Insgesamt etwa 150 KByte beträgt das Tar.gz-Archiv aus dem Code-Repository. Während die Wayland-Version für Ubuntu 11.10 aktiv gepflegt wird, scheint die Version für das aktuelle Ubuntu 11.04 schon jetzt nicht mehr weiterentwickelt zu werden. Code-Änderungen durch Dritte werden im Git-Repository meist durch Hauptentwickler Høgsberg eingepflegt.

Aktive Entwicklung

Die Mailingliste zeigt, dass das Projekt durch Canonicals Zuspruch Fahrt aufgenommen hat. Inzwischen gibt es erste Toolkit-Schnittstellen, etwa zu Clutter, Qt, SDL und Gtk+. Allerdings zeigt die Diskussion dort, dass nicht nur Erklärungsbedarf besteht, sondern dass sich die Entwicklung noch in einem experimentellen Stadium befindet und noch nicht alle Fragen geklärt sind.

Auch wenn die Entwickler immer wieder betonen, Wayland sei kein Fork - langfristig könnte der neue Displayserver X.org durchaus ersetzen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Displayserver: Wayland statt X.org
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 21,99€
  2. 69,99€ (Release am 10. April)
  3. 25,99€
  4. 9,49€

Der Kaiser! 10. Feb 2012

Ich hatte eine GUI im Hinterkopf auf Basis von SVG animiert mit Javascript. Das wäre auch...

Der Kaiser! 10. Feb 2012

Mit Xorg ist es ja so, das der X-Server abstürzen darf, aber das System noch läuft. Wie...

WinnerXP 10. Aug 2011

... muss man dann immer 2 Display-Server parallel laufen lassen. Ist mir ehrlich gesagt...

Workoft 14. Mai 2011

Weißt du eigentlich, was ein Displayserver macht? Und was die Kritikpunkte von X sind...

Workoft 13. Mai 2011

Danke. Ich dachte schon, ich wäre der einzige hier im forum, der den sinn von wayland...


Folgen Sie uns
       


DLR Istar vorgestellt - Bericht

Die Falcon 2000LX des DLR hat weltweit einzigartige Eigenschaft: sie kann so tun, als wäre sie ein anderes Flugzeug.

DLR Istar vorgestellt - Bericht Video aufrufen
Homeschooling-Report: Wie Schulen mit der Coronakrise klarkommen
Homeschooling-Report
Wie Schulen mit der Coronakrise klarkommen

Lösungen von Open Source bis kommerzielle Lernsoftware, HPI-Cloud und Lernraum setzen Schulen derzeit um, um ihre Schüler mit Aufgaben zu versorgen - und das praktisch aus dem Stand. Wie läuft's?
Ein Bericht von Stefan Krempl

  1. Kinder und Technik Elfjährige CEO will eine Milliarde Kinder das Coden lehren
  2. IT an Schulen Intelligenter Stift zeichnet Handschrift von Schülern auf
  3. Mädchen und IT Fehler im System

Arduino: Diese Visitenkarte ist ein Super-Mario-Spielender-Würfel
Arduino
Diese Visitenkarte ist ein Super-Mario-Spielender-Würfel

Eine Visitenkarte aus Papier ist langweilig! Der Elektroniker Patrick Schlegel hat eine Platine als Karte - mit kreativen Funktionen.
Von Moritz Tremmel

  1. Thinktiny Mini-Spielekonsole sieht aus wie winziges Thinkpad

Videostreaming: So verändert Disney+ auch Netflix, Prime Video und Sky
Videostreaming
So verändert Disney+ auch Netflix, Prime Video und Sky

Der Markt für Videostreamingabos in Deutschland ist jetzt anders: Mit dem Start von Disney+ erhalten Amazon Prime Video, Netflix sowie Sky Ticket ganz besondere Konkurrenz.
Von Ingo Pakalski

  1. Disney+ Surround-Ton nur auf drei Fire-TV-Modellen
  2. Telekom-Kunden Verzögerungen bei der Aktivierung für Disney+
  3. Coronavirus-Krise Disney+ startet mit reduzierter Streaming-Bitrate

    •  /