Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Freie Webdienste: GNU Mediagoblin will Foto-Sharing anbieten

Das Open-Source-Projekt Mediagoblin will Benutzern eine freie Alternative zu Flickr, Youtube und Co. zur Verfügung stellen. Ein fünfköpfiges Gründungsteam will in den nächsten acht Monaten die Infrastruktur für den Webdienst stabilisieren und dann anbieten.
/ Jörg Thoma
7 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Vorschlag für ein MediaGoblin-Logo (Bild: Mediagoblin)
Vorschlag für ein MediaGoblin-Logo Bild: Mediagoblin

Mediagoblin(öffnet im neuen Fenster) will sich als Open-Source-Alternative zu proprietären Webdiensten wie Flickr und Picasa positionieren. Das GNU-Projekt will einen eigenen Webdienst anbieten, der zunächst für die Veröffentlichung privater Fotos gedacht ist. Später soll der Dienst auch für Videos und Musik verwendet werden können.

Fest steht bereits, dass das Framework in Python entwickelt wird. Inhalte sollen in der NoSQL-Datenbank MongoDB abgelegt werden. Die Webapplikation greift unter anderem auf RabbitMQ und Mongokit zu. Für das Frontend wird JQuery eingesetzt. Das Projekt liegt auf einem eigenen Git-Server und steht unter der AGPLv3.

Das fünfköpfige Gründungsteam besteht aus dem Chefentwickler und ehemaligen Miro-Entwickler(öffnet im neuen Fenster) Chris Webber, der gegenwärtig für Creative Commons programmiert, sowie aus dem Entwickler Will Kahn-Greene, der ebenfalls an Miro mitarbeitete. Er übernimmt auch die Dokumentation des Projekts. Matt Lee und Rob Myers von der Foocorp(öffnet im neuen Fenster) kümmern sich um die Infrastruktur des Projekts, die auf deren Foo-Projects-Servern untergebracht wird. Dort wird derzeit das Libre.fm-Projekt gehostet, eine freie Alternative zu dem Musikdienst Last.fm(öffnet im neuen Fenster) . Foocorp steht unter der Ägide der Free Software Foundation. Und schließlich ist auch Deb Nicholson involviert, die Gründerin des Frauengremiums(öffnet im neuen Fenster) der Free Software Foundation.

Mediagoblin sucht Freiwillige, die sich an dem Projekt beteiligen wollen. Die Codebasis biete derzeit nur Elementares und soll entweder im September oder Oktober 2011 funktionieren, so die Entwickler. Wer den Code auf dem Git-Server modifiziert, dem wird nahegelegt, das Copyright seiner Beiträge an die Free Software Foundation zu übertragen.

Das Projekt ist bereits in einer Onlinedokumentation(öffnet im neuen Fenster) ausgiebig beschrieben.


Relevante Themen