CPUs: Microsoft wünscht sich Atom mit 16 Kernen für Server
Einem Bericht von Winrumors(öffnet im neuen Fenster) zufolge hat Microsoft-Entwickler Dileep Bhandarkar(öffnet im neuen Fenster), zuständig für Serverdesigns, Intel zur Entwicklung einer Atom-CPU mit 16 Kernen aufgefordert. Der Entwickler sprach dazu auf der Linley Group Data Center Conference, einer renommierten Veranstaltung von Linley Gwenap(öffnet im neuen Fenster), der jahrelang Redakteur des Fachblatts Microprocessor Report war.
Bhandarkar zufolge soll Intel nicht nur 16 Cores in einen Chip packen, sondern den Rest der PC-Infrastruktur weglassen: "Beim Blick auf diese winzigen Cores ist es ein Ansatz, sie effizient zu machen, indem man sie nicht mit einer Menge Southbridges und Netzwerkadaptern umgibt."
Ob Intel bereits an einem solchen Atom arbeitet, ist nicht bekannt. Der Chiphersteller hat jedoch im März 2011 die neue Kategorie der Micro-Server vorgeschlagen, für die 2012 Atoms mit unter 10 Watt TDP erscheinen sollen. Wie viele Kerne diese Prozessoren dann besitzen werden, hat Intel noch nicht gesagt.
Bisher gibt es die Atoms nur mit zwei Kernen auf einem Die. Der schnellste und aktuellste ist der Atom N570(öffnet im neuen Fenster) mit einer TDP von 8,5 Watt – samt integrierter Grafik. Diese wäre für eine Server-CPU auch nicht unbedingt nötig. Die Atom-Prozessoren könnten aber bis 2012 deutlich sparsamer werden, da Intel bereits angekündigt hat, neben den großen Ivy-Bridge-CPUs auch die Atoms künftig mit den neuen Tri-Gate-Transistoren herzustellen.
Microsofts Engagement für Atom-Server ist eine Erleichterung für Intel, da der Softwarehersteller bereits im Januar 2011 angekündigt hat, dass Windows 8 auch auf ARM-Kernen laufen wird. Zahlreiche Unternehmen, darunter Nvidia mit seinem "Project Denver", arbeiten daran, die ARM-Architektur auch fit für Server zu machen. Microsoft scheint aber beim Streben nach sparsamen Servern nicht nur in eine Richtung zu entwickeln.
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