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Mafiaafire: Heimatschutzministerium geht gegen Firefox-Erweiterung vor

Das US-Heimatschutzministerium hat Mozilla aufgefordert, die Firefox-Erweiterung Mafiaafire von seinen Seiten zu entfernen. Mafiaafire lenkt Anfragen an gerichtlich gesperrte Domains auf andere Domains um, damit die Angebote dahinter erreichbar bleiben.
/ Jens Ihlenfeld
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Die Macher von Mafiaafire wehren sich gegen die Sperrung einer Domain durch das US-Heimatschutzministerium. Dabei geht es in erster Linie um Websites, über die urheberrechtlich geschütztes Material zugänglich gemacht wurde, beispielsweise Streams von Sportveranstaltungen oder Torrentsuchmaschinen.

Mafiaafire lenkt Zugriffe auf die so gesperrten Domains auf andere Domains um, so dass Nutzer weiterhin auf die gesperrten Angebote zugreifen können. Der Name Mafiaafire geht auf die Verbände US-Musik- und Filmindustrie, RIAA und MPAA, zurück und meint "Music and Film Industry Association of America".

Verteilt wird Mafiaafire(öffnet im neuen Fenster) unter anderem über Mozillas Website addons.mozilla.org(öffnet im neuen Fenster) . Und genau dagegen geht nun das US-Heimatschutz-Ministerium vor. Es forderte Mozilla auf, die Verbreitung von Mafiaafire einzustellen.

Doch Mozilla sieht derzeit keinen Grund, auf die Forderung des US-Heimatschutzministeriums einzugehen. Mozilla komme gerichtlichen Anordnungen nach, doch im aktuellen Fall liege eben keine gerichtliche Anordnung vor, schreibt Mozilla-Justiziar Harvey Anderson. Das Unternehmen reagiert daher auf die Anfrage des Ministeriums mit einigen Rückfragen: Was ist an Mafiaafire ungesetzlich und auf welcher rechtlichen Basis soll die Sperrung erfolgen? Mozilla bittet darum, die entsprechenden Urteile beizulegen.

Bislang hat das US-Heimatschutzministerium laut Mozilla auf die Fragen nicht geantwortet.


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