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PSN-Hack

Anonymous wirft Sony Ablenkungsmanöver vor

Haben die PSN-Hacker eine falsche Fährte zu Anonymous gelegt, versucht Sony, von seinen eigenen Fehlern abzulenken oder ist Anonymous doch verantwortlich? Ein Sprecher der lose organisierten Gruppe verneint erneut jede Beteiligung.

Artikel veröffentlicht am ,
Jeder kann Anonymous sein
Jeder kann Anonymous sein (Bild: Anonymous/Wikipedia)

Rund 100 Millionen Kundendaten landeten bei dem Hack des Playstation Network, von Qriocity und Sony Online Entertainment in den Händen von Kriminellen. "Das waren nicht wir", bekräftigte der vorübergehende Anonymous-Sprecher Barrett Brown nun gegenüber dem Security-Fachblatt SC Magazine. Sonys Playstation-Chef Kaz Hirai und voraussichtlicher Nachfolger von Sony-Chef Howard Stringer hatte in einem Brief an die US-Regierung mitgeteilt, dass bei der Untersuchung der Hacks eine Datei namens "Anonymous" mit dem Anonymous-Motto "We are Legion" als Inhalt gefunden worden sei.

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Das sei nur ein Ablenkungsmanöver der Verantwortlichen, um die Ermittler auf die falsche Fährte zu führen, sagte Brown. "[...] Anonymous ist nicht dafür bekannt, Kreditkartendiebstahl und -weiterverkauf zu betreiben, wenn wir das täten, dann wäre das FBI längst über uns hergefallen", sagte Brown. Er glaube eher, dass erfahrene Kriminelle, vermutlich aus Osteuropa, für den Angriff verantwortlich sind.

Sony sieht das offenbar anders. Kaz Hirai hatte in dem Brief an den US-Kongress auch an die DDoS-Attacken (Distributed Denial-of-Service) erinnert, mit denen Anonymous das Unternehmen Anfang April 2011 angriff. Die Aktivisten wollten sich damit für Sonys rechtliche Schritte gegen George 'Geohot' Hotz und den deutschen Hacker Graf_Chokolo rächen, mit dem Golem.de kürzlich ein Interview führte.

Verschwörung gegen Anonymous?

Brown hält es auch für möglich, dass die Hacks nur dazu dienten, Anonymous in ein schlechtes Licht zu rücken - und dass sie von staatlichen Stellen oder von Geheimdiensten aus diesem Grund initiiert wurden. "Wir sind einem massiven Angriff aus mehreren Richtungen ausgesetzt, durch Leute, die uns liebend gern in Misskredit bringen würden", sagte Brown dem SC Magazine.

Damit dürfte sich Brown auf die Aussagen des Hackers Trixter beziehen, der in PSN-Logfiles eine IP-Adresse aus dem US-Verteidigungsministerium gefunden haben will. Als ihn andere Hacker über IRC fragten, woher er diese Adresse hätte, antwortete er nur keck: "Sie taucht auf magische Weise auf meinem Monitor auf".

Wer auch immer die PSN-Hacker waren - so mancher PSN-Nutzer macht die Gruppe trotz der Dementis einiger Mitglieder für die Hacks verantwortlich. Schon der DDoS-Angriff auf das PSN Anfang April 2011 hatte Folgen für Anonymous: "Die ganzen Sonys-Kids fluteten die [Anonymous-Chat-Server] und jammerten und beschwerten" sich, zitiert Gawker.com den Aktivisten Gregg Housh. Ein Angriff auf Sonys Playstation Network verärgere diejenigen, die Anonymous als Fans und nicht als Feinde haben wolle.

Für Anonymous könnte nun die fehlende Struktur zum Problem werden. "Jeder, der behauptet, Anonymous zu sein, ist Anonymous", bringen es die Kollegen von Gawker.com auf den Punkt. Die Gruppe muss nun einen Weg finden, damit umzugehen und den Schaden zu begrenzen.



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Falkentavio 07. Mai 2011

Durch Sitzstreiks auch, denn damit können unter anderem auch Fabrikhallen lahmgelegt...

Dadie 06. Mai 2011

Es gibt schon Sprecher nur nicht "den" Sprecher. Moot hat sich ja mal als "den" Sprecher...

Falkentavio 06. Mai 2011

Also ein Flashmob? Sitzstreik? Beides legal, soweit ich weis.

Der Kaiser! 06. Mai 2011

Es geht um die Idee. Nicht um die Person. Wenn man Aktionen plant, sollte man sich...

Der Kaiser! 06. Mai 2011

Das muss man definieren. Ich definiere alles >=3 Personen als Gruppe.


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