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Nokia: Weiterer Stellenabbau bei Symbian-Entwicklern

Nokias Subunternehmen kündigen an, weitere 2.000 Stellen in der Symbian - und Meego -Sparte zu streichen. Insgesamt werden damit 6.000 Stellen gestrichen, weitere 3.000 sollen ausgelagert werden. Die beiden Forschungsstandorte in Berlin und Ulm sind von dem Stellenabbau nicht betroffen.
/ Jörg Thoma
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Nokia-Hauptquartier (Bild: Nokia)
Nokia-Hauptquartier Bild: Nokia

Bei Nokias Subunternehmen, die an der Entwicklung von Symbian und Meego beteiligt sind, sollen 2.000 Stellen abgebaut werden, schreibt die finnische Wirtschaftszeitung Kauppalehti(öffnet im neuen Fenster) . Die Unternehmen Tieto, Digia und Iconos haben bereits begonnen, Arbeitnehmer zu entlassen. An Digia veräußerte Nokia sein Qt-Framework.

Bereits letzte Woche hat Nokia angekündigt, weltweit 4.000 Stellen abzubauen und weitere 3.000 Stellen an Accenture auszulagern. Die beiden deutschen Standorte für Forschung und Produktentwicklung in Berlin und Ulm sind von den Entlassungen bislang nicht betroffen.

Am Rande der jährlichen Vollversammlung(öffnet im neuen Fenster) von Nokia in Helsinki 2011 erklärte Nokia-Chef Stephen Elop die Abkehr seines Unternehmens von der Meego-Plattform, die bei Nokia jahrelang als möglicher Symbian-Nachfolger gehandelt wurde. "Wir besprachen Meego mit HTC, RIM, Samsung, LG und Motorola. Ein Hersteller zeigte sich interessiert, die anderen hatten ihre eigenen Pläne und zeigten kein Interesse. Sie befürchteten, dass Nokia zu viel Einfluss auf Meego haben würde" , sagte Elop der finnischen Tageszeitung Helsingin Sanomat(öffnet im neuen Fenster) .

Nokia-Vorsitzender Jorma Ollila geht Mitte 2012

Der Aufsichtsratsvorsitzende Jorma Ollila konterte Vorwürfe des Analysten Ben Wood, der Nokia vorwarf, der Konzern sei jahrelang in einer Traumwelt gewandelt. "Nokias Vorstand hatte eine klare Strategie und sah die Möglichkeit für einen Wandel. Wir machen jetzt die richtigen Schritte in die Zukunft" , sagte Ollila in dem Interview mit Helsingin Sanomat.

Der ehemalige CEO wurde von Elop ersetzt, der das Abkommen mit Microsoft einfädelte. Bereits im September 2010 hatte Ollila seinen Rücktritt innerhalb der nächsten zwölf Monate angekündigt. Jetzt gab er bekannt, dass er zur nächsten Vollversammlung 2012 seinen Abschied nehmen werde.


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