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Elektromotorräder bekommen Sechsgangschaltung

Damit Elektromotorräder ein vergleichbares Fahrverhalten wie solche mit Verbrennungsmotor bekommen, stattet das US-Unternehmen Brammo sie mit einem Schaltgetriebe aus. Zwei der vier neuen Maschinen sollen am Freitag in einem Motocrossrennen in einem gemischten Starterfeld antreten.

Artikel veröffentlicht am ,
Elektromotorrad Engage
Elektromotorrad Engage (Bild: Brammo)

Das US-Unternehmen Brammo stellt eine neue Produktlinie von Elektromotorrädern vor. Das Besondere an den vier Geländemaschinen ist ihr Antrieb: Anders als bei Elektrofahrzeugen üblich verfügen diese über eine Schaltung mit sechs Gängen.

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Fahrzeuge mit Elektromotor werden normalerweise direkt angetrieben. Der direkte Antrieb bietet entweder eine gute Beschleunigung oder eine gute Höchstgeschwindigkeit, aber im Normalfall nicht beides. Das italienische Unternehmen SMRE hat ein mechantronisches Antriebssystem mit der Bezeichnung Integrated Electric Transmission (IET) entwickelt, das ein Fahrverhalten ermöglicht, das dem eines Verbrennungsfahrzeugs ähnelt. IET biete "ausgewogene Leistungen, bei denen die Spitzengeschwindigkeit nicht zulasten der Beschleunigung und umgekehrt geht", erklärt der Hersteller.

Brammo hat erstmals Motorräder mit diesem System ausgestattet. Die neue Linie besteht aus vier Modellen: Engage MX und Engage SMR für je knapp 10.000 US-Dollar, die straßentaugliche Engage SMS, die es für knapp 12.000 US-Dollar gibt, sowie das Modell Encite MMX Pro, für das der Hersteller noch keinen Preis genannt hat.

Alle vier Modelle verfügen über Wechselakkus. Der Hersteller hat jedoch erst wenige Details dazu bekanntgegeben. Die Lithium-Ionen-Akkus, die Brammo selbst produziert, werden eine Kapazität von 2 bis 3 Kilowattstunden haben, was eine Reichweite von rund 100 bis 130 Kilometern ermögliche, sagte Brammo-Chef Craig Bramscher dem US-Technologiemagazin Wired. Sie an einer US-Steckdose mit 110 Volt zu laden, dauere zwei bis drei Stunden.

  • Beschleunigung ist bei Elektromotorrädern kein Problem. (Foto: Brammo)
  • Es hapert eher an der Kombination mit Höchstgeschwindigkeit. (Foto: Brammo)
  • Brammo stattet seine neue Modellreihe deshalb mit einem Schaltantrieb aus. (Foto: Brammo)
  • Hier das straßentaugliche Modell Engage SMS (Foto: Brammo)
  • Es gibt aber auch Ausführungen, die nur für die Rennstrecke gedacht sind. (Foto: Brammo)
Beschleunigung ist bei Elektromotorrädern kein Problem. (Foto: Brammo)

Die neuen Motorräder sind Brammos erste Geländemaschinen: Die beiden bisherigen Modelle sind Straßenmaschinen, wobei die Empulse deutlich sportlicher ausfällt als die Enertia. Ob Brammo diese Modelle mit dem IET nachrüstet, ist nicht bekannt.

Offiziell vorgestellt werden die Motorräder am 6. Mai 2011 in Las Vegas. Dort werden die Modelle Engage MX und Encite MMX Pro im Rahmen der MinimotoSX im Rennen gegen Motorräder mit Verbrennungsmotor antreten. Beim ersten Vergleich Benzin gegen Elektro im Jahr 2010 zogen die verbrennungsgetriebenen Maschinen den Kürzeren: Die ersten sechs Plätze der Energy Crisiscross 2010 gingen an die elektrische Konkurrenz.



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Johnny Cache 06. Mai 2011

Oben ohne ist halt nur was für die ganz harten... für Biker is das nix. ;)

Freitagsschreib... 06. Mai 2011

Außerdem muss ja mal irgendwer einen verbünftigen Anfang machen. Mir fehlt das Getriebe...


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