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Spielebranche

Von Mobile Games und Mitarbeitersorgen

So gut ging es den deutschen Spielentwicklern noch nie: Auf der Quo Vadis in Berlin hat eine Branche im Glück über den Boom der Browsergames und über die Entwicklungen der Zukunft gesprochen. Große Sorgen bereitet der Mitarbeitermangel - Golem.de unterhielt sich darüber mit Kristina Rothe von Travian Games.

Artikel veröffentlicht am ,
Kristina Rothe, Travian Games
Kristina Rothe, Travian Games (Bild: Golem.de)

Für eine Umsatzrendite von 40 Prozent würde sich so mancher mittelständische Unternehmer freiwillig von seinem Oberklasseauto, dem Weinkeller oder dem linken Unterarm trennen. Philipp Reisberger, Chief Games Officer bei Bigpoint.com, kann darüber in einer Podiumsdiskussion auf der Quo Vadis in Berlin nur müde lächeln. 40 Prozent? Über die ganze Lebensdauer eines seiner Browsergames sei das zu wenig, und von einem Hit spreche man in seinem Unternehmen erst ab einem Umsatz von einer Million Euro pro Spiel - im Monat. Derartige Aussagen von deutschen Spielentwicklern wären vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen. Da musste sich die Branche oft Häme und Spott gefallen lassen, über mangelnde Internationalisierung, langweilige Konzepte und das fast schon trotzige Beharren auf der Plattform PC statt Konsole. Innerhalb weniger Jahre hat sich die Schwäche in eine Stärke umgekehrt, Unternehmen wie Bigpoint, Gameforge, Gamigo oder Travian Games wachsen derzeit im Rekordtempo.

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Die Entwicklerkonferenz wurde weitgehend von Browsergames dominiert. Einzige Konkurrenz sind die verwandten Socialgames, wie sie etwa Wooga produziert - also Spiele auf Facebook - und die Mobilgames. Wobei ein Trend schon jetzt klar erkennbar ist: Langfristig dürften derlei Plattformgrenzen keine Rolle spielen. Schon bald dürfte es möglich sein, dass Spieler immer und überall auf ihre Lieblingsgames Zugriff haben - egal, ob sie mit dem Smartphone in der U-Bahn sitzen oder mit dem Tablet auf dem Sofa.

Entscheidend ist das Geschäftsmodell: Wenn man der Branche auf der Quo Vadis zuhört, dann gehört Free-2-Play mitsamt dem Itemshop die Zukunft. Die Frage ist lediglich, wie sich das Modell noch optimieren lässt. Wäre doch schön, wenn die Spieler nicht nur ein paar Cent etwa für einen Zauberspruch, sondern dreistellige Eurosummen für wirklich seltene Gegenstände ausgeben würden - findet jedenfalls der ein oder andere Hersteller. Andere Trends, etwa die international erfolgreiche Bewegungssteuerung Kinect von Microsoft, haben auf den Panels und in den Vorträgen nur eine untergeordnete Rolle gespielt.

Das echte große Problem der Unternehmen scheint derzeit der Mitarbeitermangel zu sein. Vom großen Browsergamesanbieter bis zum kleinen Entwicklerstudio, alle suchen händeringend nach Grafikern, Animateuren, Marketingleuten. Vor allem aber Programmierern, etwa nach PHP- und Javascript-Entwicklern, wie Kristina Rothe von Travian Games im Videointerview mit Golem.de berichtet. Inzwischen geht die Branche auch ungewöhnliche Wege: So berichtete Stefan Klein, Projektleiter bei Gamecity Hamburg, dass er eine Tour durch niederländische Universitäten und Akademien plant, um dort Fachkräfte abzuwerben.

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Discordia 07. Mai 2011

Letztendlich ist doch die Sprache völlig wurscht - es kommt doch ganz allein auf die...

Erebru 06. Mai 2011

Wir nicht! ;-) Das unterschreib ich so gerne.

widardd 06. Mai 2011

sehr ineressant, danke

Keimax 05. Mai 2011

Naja, das Konzept geht auf. Insofern kann man es nicht mit der DotComBlase vergleichen...


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