Filesharing: Skurrile Klage gegen Cnet wegen Limewire-Downloads

Die von Alki David und dem Youtube-Nutzer Mike Mozart organisierte Sammelklage wirft Cnet vor, Hauptverbreiter der Filesharing-Software Limewire gewesen zu sein. Mehr als 220 Millionen Kopien der Software seien über Cnets Website seit 2008 heruntergeladen worden. Das seien mindestens 95 Prozent aller heruntergeladenen Limewire-Kopien, bis Limewire per Gerichtsbeschluss geschlossen wurde, so der Vorwurf.
Darüber hinaus seien Cnets Websites auch die primäre Quelle für andere P2P-Software gewesen, beispielsweise Frostwire, das 32 Millionen Mal heruntergeladen wurde, heißt es in einer Presseerklärung der Kläger(öffnet im neuen Fenster) .
In der öffentlichkeitswirksamen Ankündigung der Klage ist von einer Koalition von Künstlern die Rede, angeführt von Alki David, der sich als Filmproduzent und Milliardär bezeichnet, und Mike Mozart, der sich als populärer Youtube-Kommentator darstellt. Zudem werden einige weniger bekannte Künstler als Unterstützer genannt. Weitere sollen hinzukommen, denn David lädt alle Kreativen dazu ein, sich ihrer Klage anzuschließen, schließlich habe Limewire vielen geschadet: "Wenn sich mehr Künstler der Klage anschließen, wird sie die wichtigste Urheberrechtsklage in der Geschichte" , behauptet David.
David hat unter filmon.com/cbsyousuck(öffnet im neuen Fenster) eine Website eingerichtet, um über seine Klage zu informieren. In einem wie Satire wirkenden Video klagt er Cnet, dessen Mitarbeiter und CBS an und stellt allen Beteiligten Milliarden US-Dollar an Schadensersatzzahlungen in Aussicht. Schon früher ist David durch obskure PR-Aktionen aufgefallen: Unter anderem setzte er einen Preis von einer Million US-Dollar für den ersten Flitzer aus, der mit dem Namen seiner Website Battlecam auf der nackten Brust an US-Präsident Barack Obama vorbeiläuft.
Mozart führt im Blog CBS Interactive and Cnet Danced with the Devil, Limewire and Sumner Redstone(öffnet im neuen Fenster) die Verfehlungen von Cnet und CBS auf. Auf seiner Youtube-Seite wettert er seit längerem gegen Cnet und insbesondere Sumner Redstone, dem große Anteile an CBS und Viacom gehören.