Linux-Kernel

Updates für Long-Term-Zweige

Mit Updates für drei Linux-Kernel haben die Entwickler teils kritische Fehler beseitigt. Der aktuelle Kernel 2.6.38 wurde zum inzwischen fünften Mal aktualisiert. Kernel 2.6.27 erhielt die meisten Korrekturen und einige neuen Funktionen.

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Humboldt-Pinguin
Humboldt-Pinguin (Bild: Wilfried Wittkowsky)

Die als Long Term Support eingestuften Linux-Kernel 2.6.27 und 2.6.35 sowie der aktuelle Kernel 2.6.38 sind mit Patches versehen und als Updates veröffentlicht worden. Die Kernel-Hacker haben teils kritische Sicherheitslücken gestopft und raten wie immer dringend zu einem Update. Vor allem Kernel 2.6.27.59 enthält zahlreiche Fehlerkorrekturen, aber auch Unterstützung für neue Hardware.

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Die meisten Änderungen wurden an Kernel 2.6.27 vorgenommen, darunter auch etliche, die die Sicherheit betreffen, etwa im Infrarottreiber Irda. Darüber hinaus erkennt der aktualisierte Kernel auch neue Hardware, beispielsweise die SAS-Ports (Serial Attached SCSI) in Intels Patsburg-Chipsatz und Apples Macbook Pro 8.2. Teils kritische Fehler wurden an den diversen Dateisystemmodulen korrigiert. Insgesamt wurden an 162 Dateien 1.119 Einfügungen und 536 Löschungen vorgenommen. Die Entwickler raten dringend zu einem Update. Der Kernel erschien bereits Anfang Oktober 2008 und wird von Willy Tarreau als Long Term Release gepflegt.

In Kernel 2.6.35.13 wurden an 122 Dateien insgesamt 1.029 Einfügungen und 429 Löschungen vorgenommen. Auch hier wurden einige Sicherheitslücken gestopft, darunter einige kritische im Netfilter- und Ipv6-Modul. Außerdem wurde das Irda-Modul gepatcht, das den gleichen Fehler enthielt wie in Kernel 2.6.27. Die aktuelle Version 2.6.35.13 unterstützt ebenfalls neue Hardware, darunter die GT-B3730- und GT-B3710-LTE-USB-Modems von Samsung. Kernel 2.6.35 ist Anfang August 2010 erschienen und wird ebenfalls als Long-Term-Version von Andi Kleen betreut.

Im kürzlich erschienenen Kernel 2.6.38 wurden ebenfalls einige Sicherheitslücken entdeckt und beseitigt. Hier fallen die Änderungen allerdings moderater aus: An 68 Dateien wurden 625 Einfügungen und 190 Löschungen vorgenommen. Im AGP-Modul wurde ein Fehler korrigiert, der zu einem Bufferoverflow führen konnte, während bei Kconfig ein Bufferunderrun beseitigt wurde. In etlichen WLAN-Modulen wurden ebenso Fehler beseitigt wie in den Grafikmodulen i915, Nouveau und Radeon. Der aktuelle Kernel wird von Greg Kroah-Hartman betreut und ist jetzt in Version 2.6.38.5 verfügbar.

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Der Quellcode für sämtliche Linux-Kernels ist unter kernel.org verfügbar.

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