Computerspiele-Presse

Zwischen Kaufberatung und Kultur

Immer mehr Menschen greifen regelmäßig zum Computerspiel - aber wie geht die Gaming-Presse mit dem neuen Publikum um? Darüber diskutierten im Rahmen der Entwicklerkonferenz unter anderem Redakteure von Gamestar, der Zeitung Welt und ein Blogger.

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"In meiner Anfangszeit hat man ein Spiel auf den Tisch bekommen und es dann getestet", sagte Michael Graf von der Zeitschrift Gamestar auf der Entwicklerkonferenz in Berlin. Inzwischen gehe es auch in seinem Berufsalltag immer mehr wie im klassischen Journalismus darum, Entwicklungen zu beobachten und Prozesse innerhalb der Branche zu verfolgen. Graf und eine Reihe seiner Kollegen unterhielten sich im Rahmen einer von Golem.de initiierten und moderierten Podiumsdiskussion, bei der es unter der Überschrift "Kaufberatung oder Kultur" um den Stand der Computerspiele-Presse 2011 ging.

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Thomas Lindemann, Redakteur bei der Welt und bei Welt Online, berichtete, dass Artikel über Computerspiele in den von ihm betreuten Publikationen regelmäßiger als bei vergleichbaren Medien zu lesen sind. Aber das Thema Games sei noch nicht ganz so etabliert wie beispielsweise Kinofilme. Lindemann ist überzeugt, dass sich das ändert - "wir sind jetzt in einer Transitionsphase". Philipp Senkbeil, Chefredakteur von Onlinewelten.com, ist der Auffassung, dass es nach und nach auch bei der klassischen Tageszeitung immer öfter Redakteure geben wird, die mit Spielen aufgewachsen sind: Die Medien seien "auf einem guten Weg, aber es dauert eben seine Zeit."

Auch die Frage, inwieweit im Spielejournalismus wissenschaftliche Diskussionen aufgegriffen oder angeregt werden, hat in der Runde eine Rolle gespielt. Es gebe eine "gewisse Kommunikationsbarriere zwischen der akademischen Landschaft und der Spielebranche, schon angefangen beim Vokabular", so Andreas Lange vom Computerspielemuseum in Berlin. Und das, obwohl wissenschaftliche Fragestellungen durchaus ein gutes Themenfutter für die Gaming-Presse darstellen würden. Konrad Huber, Blogger (Green Ninja, Stigma) und Redakteur für Gamersunity.de, wies auf einige Phrasen in Spieletests hin - etwa auf typische Sätze wie "Fans sollten unbedingt zugreifen".

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