Trotz Tablet-Erfolg: Media Markt und Saturn mit weniger Gewinn
Die Elektronikmärkte Media Markt und Saturn haben weltweit im ersten Quartal 2011 weniger Gewinn (EBIT) gemacht als im Vorjahr. Das gab die Konzernmutter Metro am 3. Mai 2011 bekannt. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern sank von 78 Millionen Euro auf 65 Millionen Euro. Schuld sei der Rückgang in Spanien und Portugal.
Der Umsatz stieg dagegen um 0,8 Prozent auf 5 Milliarden Euro. Am stärksten gefragt waren Tablet-Computer und energiesparende Haushaltsgeräte. Bei Media Saturn in Deutschland stieg der Umsatz um 1,8 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro.
Der Gesamtkonzern verzeichnete stagnierende Umsätze von 15,5 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sonderfaktoren stieg um 6,6 Prozent auf 145 Millionen Euro. Metro-Vorstandschef Eckhard Cordes bestätige die Jahresprognose.
Die Werbekampagne zum 50. Jubiläum von Saturn habe für Umsatzimpulse gesorgt, erklärte das Unternehmen. In Asien wurde der zweite Media Markt in Schanghai mit einer Verkaufsfläche von rund 4.600 Quadratmetern im Februar 2011 eröffnet. Doch die Anlaufverluste in China belasteten das Ergebnis. Bis zum Jahresende sollen weltweit 65 Media-Saturn-Märkte eröffnet werden.
Mitten im Weihnachtsgeschäft 2010 trennten sich die Eigner der Media-Saturn-Holding von ihrem Vorstandschef Roland Weise. Im März 2011 übernahm Media-Saturn den Onlineelektronikhändler Redcoon und setzte sich das Ziel, Amazon als Marktführer abzulösen. Im Geschäftsjahr 2010/2011 soll der in zehn Ländern aktive Anbieter von Elektronikprodukten einen Umsatz von 402 Millionen Euro erwirtschaftet haben. Redcoon beschäftigt 485 Menschen. Media-Saturn hat bisher keinen eigenen Onlinehandel.



