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Kaum Verkauf von Kinderpornografie im Internet

Verkauft wird Kinderpornografie im Internet kaum, sie wird vielmehr gratis in abgeschotteten Newsgroups und über Tauschbörsen ausgetauscht, wie eine Studie ergab. Kinderschänder dort zu fassen, ist nach Ansicht des Leiters der Initiative White IT wegen Gesetzeslücken kaum möglich.

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Studie: Kaum Verkauf von Kinderpornografie im Internet

Tauschbörsen und Newsgroups sind die wichtigsten Umschlagplätze für Abbildungen zu sexueller Gewalt gegen Kinder im Internet. Das ergab eine Studie des Kriminalwissenschaftlichen Instituts der Leibniz Universität Hannover, die die Initiative White IT gefördert hat. "Unentgeltliche Tauschbörsen sind nach unseren Erkenntnissen der größte Markt für kinderpornografisches Material", sagte Bernd-Dieter Meier, Direktor des Kriminalwissenschaftlichen Instituts der Universität, am 2. Mai 2011 in Berlin. "Gerade in den Tauschbörsen (Peer-to-Peer-Netzwerken) und in Newsgroups besteht ein breites, nahezu unerschöpfliches und grundsätzlich kostenfreies Angebot." Die im Dezember 2009 begonnene Studie basiert auf Experteninterviews und Aktenuntersuchungen, die aus dem Jahr 2008 stammen. Prozentzahlen zu den Verbreitungswegen wurden nicht vorgelegt.

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Neue Missbrauchsbilder und -filme würden vermutlich zunächst über geschlossene Benutzergruppen verbreitet, so die Studie. Meier: "Personen, die in diese hermetischen Bereiche gelangen wollen, müssen die Keuschheitsprobe ablegen, das heißt, neues kinderpornografisches Material liefern."

Kostenpflichtige Angebote von Missbrauchsbildern, die im World Wide Web zu finden sind, werden dagegen meist nur von Einsteigern in die Szene genutzt. "Es handelt sich offensichtlich um Personen, die keine vertiefenden Kenntnisse von der Infrastruktur haben und sich daher nur im WWW bewegen", erklärte Meier. Bei dem angebotenen Material handele es sich in der Regel um Dateien, die aus kostenfreien Quellen gewonnen wurden. Das Marktvolumen sei nicht schätzbar und könne auch nicht für einzelne Staaten bestimmt werden. "Allerdings ist es durchaus möglich, dass mit Kinderpornografie Geld verdient wird", ergänzte Meier, ohne hier Zahlen nennen zu können.

"Wir sind in diesem besonders abgeschotteten, hochkriminellen Bereich größtenteils blind", sagte Uwe Schünemann (CDU), der niedersächsische Innenminister und Vorsitzende von White IT. Die Einsatzmöglichkeit von verdeckten Ermittlern müsse deshalb auf die Straftaten des sexuellen Missbrauchs von Kindern, beziehungsweise auch auf die Herstellung und Verbreitung dieser kinderpornografischen Inhalte erweitern werden, forderte Schünemann.

Die Studie "Herstellung und Verbreitung von Kinderpornografie über das Internet" liegt derzeit noch nicht öffentlich vor.

Die Notwendigkeit des Gesetzes für Internetsperren von der früheren Familienministerin Ursula von der Leyen (CDU) wurde unter anderem damit begründet, dass es einen sehr lukrativen Markt für Kinderpornografie gebe. Dem hatte schon 2009 der Düsseldorfer Strafverteidiger Udo Vetter widersprochen.



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GodsBoss 29. Dez 2011

Nun, zu präventiver Therapie kann man anbringen, dass damit immerhin tatsächlich Kinder...

spanther 03. Mai 2011

Hihi dankeschön. Für das Lob hat es sich schon (für mich) gelohnt! x)

Dadie 03. Mai 2011

Früher war auch nur der Handel Strafbar. Vor etwa ~30 Jahren wurden aber § 184 des StGB...

Aro 03. Mai 2011

Dazu gibt es angeblich einen guten Tipp von irgendeinem Juristen: Einfach zurückfragen...

samy 03. Mai 2011

dann kannst du aber schlecht googlen


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