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Genug Platz für Beethoven

Unbestrittener Vorteil der CD, die während der 80er als absolutes Luxus-, Sammler-, Kult- und High-End-Objekt gilt, ist allerdings ihr Fassungsvermögen: 74 Minuten Musik passen auf eine CD, ohne dass die Scheibe dafür umgedreht werden müsste. Das ist genauso lange, wie der berühmte deutsche Dirigent und Komponist Wilhelm Furtwängler einst brauchte, um sein Orchester Beethovens Neunte Sinfonie spielen zu lassen. Angeblich war es die Vorliebe des damaligen Sony-Vizepräsidenten Norio Ohga (selbst ausgebildeter Opernsänger) für diese Sinfonie, die dazu führte, dass eine Audio-CD zu dieser Zeit exakt 74 Minuten Musik fasste.

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Dabei taugten die ersten CD-Prototypen, mit denen Philips und Sony bereits Anfang der 1970er auf Messen vorstellig wurden, für weit mehr als Hörvergnügen: Tatsächlich hatten diese ersten (und daher so gar nicht kompakten) Medien die Größe einer Schallplatte - und wurden nicht als Audio-, sondern als Filmmedium konzipiert. Obwohl die CD später auf handlichere zwölf Zentimeter schrumpfte, blieb der Typ mit LP-Dimensionen (30 cm) erhalten - und zwar in Form der Laserdiscs oder Bildplatten, die bis Ende der 90er für Filmfans das Nonplusultra darstellten und die wie die Schallplatte ein analoges Medium waren, denn sie litten nicht unter dem mit Datenkompression einhergehenden Verlust bei Bild- beziehungsweise Tonqualität.

Warum die CD nicht als 30-cm-Monster erschien? Philips und Sony als Erfinder der CD gingen wohl davon aus, dass weit über 100 Minuten Musik mit dem Konzept der Musikbranche nicht zu vereinbaren wären, denn auf einem durchschnittlichen Album gibt es selten mehr als eine Dreiviertelstunde Musik.

So viel zu Geschichte und Entstehung des Mediums, das uns drei Jahrzehnte begleitet hat. Aber wie ist es um seine Zukunftsaussichten bestellt? Nach anfänglichen Einbrüchen durch CD-Schwarzkopien und digitale Songverbreitung hat sich der CD-Absatz der Musikbranche zumindest hierzulande halbwegs stabilisiert. In der Filmbranche dagegen konnte das Medium nie Fuß fassen - die Versuche von Philips, mit seinem CDi-Multimedia-Player die Video-CD zu etablieren, scheiterten bereits am grauenvollen, artefaktverseuchten Bild. VHS-Kassette und Laserdisc wurden von der DVD abgelöst, aktuell sind Blu-ray und Filmdownload auf dem Vormarsch.

Eine gewichtige Rolle spielte die Compact Disc dagegen auf dem Softwaresektor: Weil bis vor drei, vier Jahren noch immer viele PC-User kein DVD-Laufwerk ihr Eigen nannten, haben besonders Unternehmen wie Langenscheidt oder Bertelsmann, aber auch aufs Gamesgeschäft fokussierte Unternehmen à la Electronic Arts ihre Produkte noch immer auf CD ausgeliefert. Ein Unterfangen, das umso bizarrer anmutet, da auf Videospielkonsolen DVDs schon seit rund zehn Jahren Standard sind - aber die kommen eben vom Werk aus mit einem entsprechenden Laufwerk. Was bedeuten die Verschiebungen auf dem Markt digitaler Speichermedien aber für diejenigen, die von ihrer Herstellung leben? Hierzu befragen wir Thomas Moss, Vertriebsleiter OK Media, das zu Europas erfahrensten Dienstleistern in Sachen CD- beziehungsweise DVD-Produktion zählt.

 Report: Das Ende der CDKein Presswerk lebt mehr von CDs allein 
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spanther 24. Mai 2011

Und eben genau das ist es NICHT was ich habe :(

redwolf 06. Mai 2011

Schaut euch den Wikipediaartikel zu CD-ROM an. Die haben den CD-Standard definitiv...

AndyGER 06. Mai 2011

Okay, das leuchtet soweit ein. Allerdings trifft das dann doch auch nur auf die Künstler...

alexs77 06. Mai 2011

Hi! Im grossen und ganzen sehe ich es sehr ähnlich wie Du. CD's - wofür? Ich kann nicht...

Baron Münchhausen. 05. Mai 2011

Hey, das mit Jäger und Sammler habe ich vor kurzem in einem anderen Beitrag geschrieben...


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