Fliegendes Treibstoffdepot

Nasa plant Weltraumtankstellen

Die US-Weltraumbehörde Nasa hat dazu aufgefordert, Konzepte für Treibstofflager im Weltraum auszuarbeiten und einzureichen. An den Weltraumtankstellen sollen Raumfahrzeuge flüssigen Wasserstoff und Sauerstoff nachtanken.

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Konzept eines Treibstoffdepots im All (Grafik: Nasa)
Konzept eines Treibstoffdepots im All (Grafik: Nasa)

Wenn einem Fahrer unterwegs der Treibstoff ausgeht, kann das unpraktisch werden: Mit etwas Glück schafft er es noch mit dem letzten Tropfen zur nächsten Zapfsäule. Hat er dagegen Pech, dann muss er mit einem Kanister bewaffnet zu Fuß die nächste Tankstelle ausfindig machen. Auf einem Flug zum Mars fällt diese Möglichkeit aus. Die US-Weltraumbehörde Nasa plant deshalb, Treibstoffdepots im Weltraum anzulegen. Dort sollen sich die Raumfahrer mit Nachschub versorgen können.

Flüssiger Wasserstoff und Sauerstoff

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In den fliegenden Treibstofflagern will die Nasa flüssigen Wasserstoff und Sauerstoff speichern. Diese sollen es "Menschen ermöglichen, relativ sicher viele potenzielle Ziele, inklusive dem Mond, Asteroiden, Lagrange-Punkte sowie den Mars und seine Umgebung zu erreichen", heißt in einem aktuellen Nasa-Papier mit dem Titel "In-Space Cryogenic Propellant Storage and Transfer Demonstration".

Die Nasa hat jetzt dazu aufgerufen, entsprechende Konzepte einzureichen. Darin soll unter anderem geklärt werden, welche technischen Herausforderungen bewältigt werden müssen. Dazu gehört unter anderem die Langzeitlagerung von flüssigem Wasserstoff und Sauerstoff im All, ihr verlustfreier Transfer bei kaum vorhandener Schwerkraft oder die Messung des getankten Treibstoffs. Auf der Basis dieser Konzepte will die Nasa das Projekt dann weiterführen.

Tankstopp auf dem Rückflug

Das Konzept ist durchaus sinnvoll. Je mehr Treibstoff ein Raumschiff an Bord hat, desto schwerer wird es und mehr Energie muss aufgewendet werden, um es aus dem Gravitationsfeld der Erde zu bringen. Außerdem würde die Möglichkeit, unterwegs nachzutanken, Marsexpeditionen die Rückkehr zur Erde erleichtern. Die Nasa rechnet damit, dass das Projekt 200 bis 300 Millionen US-Dollar kosten wird.

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