Mozilla

Azure soll Firefox schneller rendern lasen

Mozilla arbeitet an einem neuen 2D-Grafik-API namens Azure, um die Anzeige von Webseiten zu beschleunigen. Später soll Azure auch 3D-APIs wie OpenGL und Direct3D nutzen, um die Darstellung weiter zu beschleunigen.

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Mozilla: Azure soll Firefox schneller rendern lasen

Azure soll zustandslos arbeiten und sich an Microsofts Direct2D orientieren. Verschiedene Backends sollen Azure die Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Betriebssystemen, Hardwareplattformen und Treibern ermöglichen. Sollten keine nativen Backends zur Verfügung stehen, kommt wie bisher Cairo zum Einsatz, um Webseiten zu zeichnen.

Cairo hat allerdings einige Nachteile im Zusammenspiel mit Direct2D, der von Microsoft entwickelten Schnittstelle zur hardwarebeschleunigten Darstellung von 2D-Inhalten. Zum einen erfordert die Kombination von Cairo und Direct2D eine unnötige Umwandlung in Gleitkommazahlen und zurück. Zum anderen unterstützt Cairo einige Funktionen, die Direct2D nicht bietet und daher umgangen werden müssen.

Auch Mac OS X soll von Azure profitieren, da auch hier unnötige Umwandlungen wegfallen, die derzeit beim Austausch zwischen Cairo und Quartz, der Grafikschnittstelle von Mac OS X, notwendig sind.

Zudem ist Azure als zustandsloses API angelegt, was eine weitere Beschleunigung bringen soll. Zwar arbeitet Cairo intern auch zustandslos, muss aber auch hier Umwandlungen vornehmen, die die Mozilla-Entwickler künftig einsparen wollen.

Cairo bleibt aber als Rückfalloption dabei für Fälle, in denen keine plattformspezifischen Backends zur Verfügung stehen oder explizit keine Hardwarebeschleunigung verwendet werden soll. Zudem wird Cairo für die Druckfunktion von Firefox weiterhin benötigt.

Sobald das 2D-API fertiggestellt ist, wollen die Mozilla-Entwickler es auf die 3D-APIs OpenGL und Direct3D portieren. Diese 3D-Backends sollen dann dafür sorgen, dass Inhalte auch unter Windows XP, Mac OS X, Linux und auf mobilen Geräten in Hardware beschleunigt werden können.

Ganz nebenbei soll Azure es erlauben, beschleunigtes Rendering auch in einem in mehrere Prozesse aufgespaltenen Browser umzusetzen. Genau das plant Mozilla mit dem Projekt Electrolysis, um den Browser robuster zu machen. Allerdings ist Azure für die initiale Einführung von Electrolysis nicht notwendig.

Die Entwicklung von Azure steht noch ganz am Anfang. Derzeit liegt nur eine Art Proof-of-Concept vor, das zeigt, dass der Ansatz in die richtige Richtung geht. Im nächsten Schritt soll Azure für das HTML5-Element Canvas genutzt werden, was noch im Laufe des zweiten Quartals umgesetzt werden soll. Auch die Arbeit an weiteren Backends hat bereits begonnen, schreibt Mozilla-Entwickler Joe Drew in einem Blogeintrag.

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