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Energy Harvesting: Straßen zu Kraftwerken

Der US-Bundesstaat Kalifornien will seine Straßen zu Kraftwerken umfunktionieren: Sensoren werden in die Straße eingebracht und wandeln Vibrationen, die Autos erzeugen, in elektrische Energie um.
/ Werner Pluta
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Piezoelektrizität (Grafik: Powerleap)
Piezoelektrizität (Grafik: Powerleap)

Der US-Bundesstaat Kalifornien soll nach Ansicht des demokratischen Abgeordneten Mike Gatto seine Straßen zu Kraftwerken umfunktionieren. Der Ausschuss für natürliche Ressourcen des Bundesstaates hat einen Gesetzesentwurf Gattos für ein entsprechendes Pilotprojekt bereits angenommen, wie der US-Fernsehsender NBC(öffnet im neuen Fenster) berichtet.

Mechanische wird elektrische Energie

Die Idee ist, die Vibrationen, die Autos auf Straßen verursachen, in elektrische Energie umzuwandeln. Piezoelektrizität heißt das Phänomen. Dabei ändert sich die elektrische Polarisation an einem Körper, wenn dieser elastisch verformt wird. Gatto will diesen Effekt nutzen, indem entsprechende Sensoren in die Straße eingelassen werden, die dann die mechanische in elektrische Energie wandeln.

Funktionsweise von piezoelektrischer Stromerzeugung – Herstellervideo Innowattech
Funktionsweise von piezoelektrischer Stromerzeugung – Herstellervideo Innowattech (01:02)

Im Februar hatte Gattos einen Gesetzesentwurf im Parlament des Bundesstaates vorgelegt(öffnet im neuen Fenster) . Nach seinen Angaben erzeugen Sensoren in einem zweispurigen Straßenstück von einem Kilometer Länge bis zu 44 Megawatt. Das reiche aus, um knapp 31.000 Haushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen.

Israel und Italien

Ganz neu ist die Idee nicht: Israel erzeugt bereits mit Hilfe von piezoelektrischen Sensoren in Straßen Strom. Italien plant, die Autobahn von Venedig nach Triest mit solchen Sensoren auszurüsten. Piezoelektrische Sensoren bieten etwa das US-Unternehmen Powerleap oder Innowattech aus Israel an.


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