iPhone und iPad 3G

Bewegungsprofil ist nicht vollständig

Was speichern iOS-Geräte mit GSM-Einheit wirklich über den Nutzer? Während Apple zu der Datensammlung weiterhin auffällig schweigsam ist, geht die Aufklärung in den Medien weiter. Heise hat einige iPhones und deren Datenbanken genauer untersucht.

Artikel veröffentlicht am ,
iPhone Tracker in Aktion
iPhone Tracker in Aktion

Das Bewegungsprofil, das iPhones und iPad 3G abspeichern, ist nicht vollständig, wie Heise nach ausführlicher Analyse herausgefunden hat. Das Bewegungsprofil des Nutzers eines 3G-iOS-Geräts ist deswegen nicht vollständig, weil die Geräte jeden Ort nur einmal abspeichern. Wer sich die ganze Zeit über nur in einem kleinen Bereich aufhält, sorgt also nur dafür, dass jede Position von Mobilfunkzellen und WLAN-Access-Points abgespeichert und mit einem Zeitstempel der letzten Aktualisierung versehen wird. Die Bewegungen in diesem Zeitraum lassen sich also nicht so leicht nachvollziehen. Allerdings werden nicht alle Einträge ständig aktualisiert, so dass sich in Grenzen dennoch Bewegungen nachvollziehen lassen. Je seltener ein Nutzer eine Gegend besucht, desto genauer ist das Bewegungsprofil.

Heise hat zudem ebenfalls falsche Positionsangaben in den Datenbanken von iOS-Geräten gefunden und dabei ein besonders kurioses Beispiel entdeckt: Ein Nutzer war zur gleichen Zeit in Hannover, Düsseldorf, Barcelona, Darmstadt und Neu Delhi. Grund waren wohl nicht korrekt verortete WLAN-Access-Points auf der Cebit, die offenbar aus diesen Bereichen nach Hannover gebracht wurden.

In einem weiteren Test haben die Kollegen herausgefunden, dass sich das Sammeln der Orte nicht abschalten lässt, obwohl die Nutzungsbedingungen dies eigentlich vorsehen. Auch mit abgeschalteten Ortungsdiensten speichert ein iPhone Positionsdaten ab, allerdings nicht mehr so häufig wie mit eingeschalteten Ortungsdiensten. Zudem lassen sich die Daten nur per Löschung der gesamten iPhone-Daten loswerden.

Apple schweigt trotz des Drucks von Politik und Medien weiter zu dem Thema und überlässt anderen die Aufklärung zu der Erzeugung der Ortedatenbank. Einziger Hinweis auf eine Stellungnahme ist eine nicht verifizierte E-Mail, die von Steve Jobs stammen soll. Aus dieser lässt sich zumindest herauslesen, dass Apple die Daten nicht zur Verfolgung der Anwender benutzt.

Derweil laufen in den USA schon Vorbereitungen für Klagen an.

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Damar 23. Mai 2011

machts doch auch. aber ich kann keine news dazu bei golem finden... soviel zum lieblings...

Falkentavio 27. Apr 2011

Bei Android wird man bei der Ersteinrichtung gefragt, ob Google generell Standortdaten...

Replay 27. Apr 2011

Daß diese Daten ungenau und lückenhaft sind, habe ich schon hier geschrieben: http...



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