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Unsere eigene Realität abbilden

Zeit: Frau Atef, bilden die jungen, vernetzten Ägypter eine neue politische Klasse?

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Atef: Meine Generation hat die Revolution vorangetrieben, auch durchs Internet. Aber auch ältere Menschen, die nicht online sind, wollen von ihren Söhnen und Töchtern wissen, was sie im Netz gesehen haben. Immer mehr melden sich selber an, weil sie gesehen haben, dass sie sich auf die offiziellen Medien nicht verlassen können.

Gümüsay: In Deutschland passiert gerade etwas Ähnliches mit der muslimischen Gemeinde. Sie vernetzen sich bei Facebook und über Blogs, weil viele von den großen Medien enttäuscht sind. Wir wollen nicht länger diese negativen Vorurteile über uns lesen, wir wollen unsere eigene Realität abbilden! Die sozialen Medien geben uns die Chance, unsere Identität auszudrücken und miteinander zu teilen. Der Einzelne sieht, dass er mit seinen Erfahrungen nicht allein ist. Und wird zur Stimme.

Zeit: Frau Gümüsay, Sie schreiben ein persönliches Blog über Ihr Leben und Ihre Erfahrungen mit Diskriminierung. Sind Sie eine Botschafterin, ein Vorbild für andere Musliminnen?

Gümüsay: Ich glaube, dass wir Vorbilder brauchen. In Deutschland werden muslimische Frauen immer als Opfer dargestellt, und irgendwann beginnen sie, dieses Vorurteil selbst zu glauben. Deshalb will ich ihnen zeigen, dass sie eine aktive, führende Rolle in der Gesellschaft spielen können. Viele Musliminnen haben mir geschrieben, dass sie sich durch meinen Blog ermutigt fühlen, zu studieren. Andere wollen Journalistin werden. Das alles macht mich sehr glücklich.

Atef: Du bekommst bestimmt auch viele negative Kommentare, oder?

Gümüsay: Ich habe die Kommentarfunktion eingeschränkt, weil ich mit dem Löschen nicht mehr hinterherkam. Rechtsradikale haben geschrieben, ich solle doch in die Türkei abhauen. Oder dass sie mir die Kehle durchschneiden wollen. Schrecklich.

Zeit: Inwiefern spiegeln Ihre Blogs einen Unterschied zwischen Deutschland und Ägypten wider?

Gümüsay: In Deutschland wollen die Leser eine Person sehen, so können sie abstrakte Themen wie Rassismus besser begreifen. In Ägypten ist Folter aber nicht abstrakt, weil fast jede Familie davon betroffen ist.

Gümüsay: Noha, würdest du sagen, dass dich Bloggen verändert hat?

Atef: Auf jeden Fall. Die Familien der Folteropfer kennenzulernen hat mich sehr berührt. Und die Drohungen haben mich nur stärker gemacht.

Gümüsay: Ich würde auch sagen, dass Bloggen anderen und mir geholfen hat. Und dass sich viele Menschen darüber aufregen, heißt doch nur, dass wir über wichtige Themen schreiben! [von Khue Pham/Zeit Online]

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Der Kaiser! 07. Mai 2011

tunnelblick 26. Apr 2011

von welcher zeitschrift hältst du denn was? vllt. ist es einfach nur die leichte kost...

tunnelblick 25. Apr 2011

nein, eine weitverbreitete mär. sprache ist lediglich notwendige bedingung, keine...

tunnelblick 25. Apr 2011

moment: welcher allmachtsanspruch? der deutschen etwa? also es gibt hier muslimas, die...

Anonymer Nutzer 25. Apr 2011

Das ist ja der springende Punkt - Kopftücher gab es schon vor dem Islam. Deswegen ist...


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