René Obermann

Telekom streicht Ziele beim Glasfaserausbau zusammen

Überraschend hat Deutsche-Telekom-Chef René Obermann die Zielvorgaben beim FTTH-Ausbau massiv gesenkt. Schuld seien die Regulierung und die mangelnde Nachfrage durch den Endkunden.

Artikel veröffentlicht am ,
Breitbandausbau (Bild: Deutsche Telekom)
Breitbandausbau (Bild: Deutsche Telekom)

Der Chef der Deutschen Telekom, René Obermann, hat gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung angekündigt, die Ziele beim FTTH-Ausbau massiv zurückzufahren. Statt bisher 4 Millionen will die Telekom nun bis Jahresende nur noch 160.000 Haushalte anschließen.

Stellenmarkt
  1. Referent (m/w/d) Datenmanagement
    TransnetBW GmbH, Stuttgart
  2. Softwareentwickler Desktop/App (m/w/x)
    Hottgenroth Software GmbH & Co. KG / ETU Software GmbH, Köln
Detailsuche

Am 17. März 2010 hatte die Telekom erklärt, bis Ende 2012 zehn Prozent aller 40 Millionen Haushalte direkt mit Glasfaser ausstatten zu wollen. Dabei setzt der Konzern im Wesentlichen auf FTTH und auch auf Fibre-To-The-Building (FTTB).

Probleme mit der Regulierung seien ein Grund für den Rückzug von den Ausbauplänen. "Mit den noch immer bestehenden Unsicherheiten sind die alten Höchstziele schwieriger abzubilden", sagte Obermann. Im nächsten Jahr sollen aber weitere hunderttausend Haushalte FTTH-Zugänge bekommen. "Wir wollen in die Glasfaser investieren, um langfristig gegen die Kabelnetzbetreiber das beste Gesamtangebot zu haben." Ein flächendeckender Glasfaserausbau könne jedoch nicht "von heute auf morgen" erfolgen. "Dazu fehlt es an Marktnachfragen, Anwendungen und auch noch an der Preisbereitschaft für solch hohe Leistungen."

In 602.000 Haushalten oder Gebäuden in Deutschland lag Ende 2010 Glasfaser. Doch nur 25 Prozent der Versorgten wollten oder konnten für FTTH/B auch zahlen. Die Telekom schloss eine Million VDSL-Verträge ab, verfügbar war ihr Fibre-To-The-Node für zehn Millionen. Das geht aus Angaben aus Kreisen von Netzwerkausrüstern vom Februar 2011 hervor, die Golem.de vorliegen. Danach hatten regionale Glasfasernetzbetreiber bis zum Jahresende 2010 zwar 602.000 Haushalte oder Gebäude mit Glasfaseranschlüssen versorgt, aber nur 151.500 zahlende Kunden gefunden. 40 Prozent dieser Glasfaseranschlüsse basierten auf FTTH, 60 Prozent hatten eine FTTB-Architektur.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Youssarian 26. Apr 2011

Das verhindert die betriebswirtschaftliche Orientierung der Unternehmen. Es bedürfte...

kmork 23. Apr 2011

hat zwar nix mit dem thema bandbreite zu tun, aber iss echt wahr, dass es dort auch seine...

George99 22. Apr 2011

Ähm, genau das tun sie doch, zumindest hier. Ich könnte VDSL 50 bekommen und eben...

jessipi 22. Apr 2011

Das ist die Firmenpolitik vom (Ex)Monopolisten. Der Markt folgt aber dem Prinzip von...

musarati 22. Apr 2011

Nein :D Zum Glück hab ich UMTS sonst wär ich auch mit ISDN unterwegs....



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Autonomes Fahren
Was Elon Musk auf dem Radar haben sollte

Außer Tesla setzen fast alle Autohersteller auf Radarsysteme beim autonomen Fahren. Die Sensortechnik ist noch lange nicht ausgereizt.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

Autonomes Fahren: Was Elon Musk auf dem Radar haben sollte
Artikel
  1. Carsharing und Autovermietung: Digitaler Führerschein lässt sich aufs Handy laden
    Carsharing und Autovermietung
    Digitaler Führerschein lässt sich aufs Handy laden

    Über den elektronischen Personalausweis lässt sich eine digitale Kopie des Führerscheins aufs Smartphone ziehen. Konkrete Anwendungen sind geplant.

  2. Surface Go 3: Microsofts kleinstes Surface-Tablet kommt mit Windows 11
    Surface Go 3
    Microsofts kleinstes Surface-Tablet kommt mit Windows 11

    Das Surface Go wird mit neuen CPUs für Windows 11 aufbereitet. Es bleibt weiterhin der günstige Einstieg in die Surface-Welt.

  3. Lightning ade: EU will USB-C als alleinige Handy-Ladebuchse vorschreiben
    Lightning ade
    EU will USB-C als alleinige Handy-Ladebuchse vorschreiben

    Die EU-Kommission will eine einheitliche Ladebuchse einführen. USB-C soll zum Aufladen aller möglichen Kleingeräte verwendet werden.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 & Xbox Series X bestellbar • Asus 27" WQHD 144Hz 260,91€ • Alternate-Deals (u. a. Acer Nitro 27" FHD 159,90€) • Neuer Kindle Paperwhite Signature Edition vorbestellbar 189,99€ • Black Week bei NBB: Bis 50% Rabatt (u. a. MSI 31,5" Curved WQHD 165Hz 350€) [Werbung]
    •  /