Abo
  • Services:
Anzeige
Drive-by-Cache: Amnesty International verteilte Zero-Day-Flashexploit

Drive-by-Cache

Amnesty International verteilte Zero-Day-Flashexploit

Wer die internationale Webseite von Amnesty International in den vergangen Tagen besucht und Adobes Notfallpatch nicht installiert hat, der hat sich vermutlich Schadsoftware eingefangen. Die Angreifer nutzten die bekannte Sicherheitslücke sehr schnell aus und griffen auf eine ungewöhnliche Technik zurück.

Die internationale Webseite von Amnesty International hat an ihre Besucher Schadsoftware verteilt. Genutzt wurde für die Installation eine Sicherheitslücke im Flash Player von Adobe.

Anzeige

Die bekannte und seit wenigen Tagen geschlossene Sicherheitslücke im Flash Player wurde zuerst hauptsächlich für gezielte Angriffe benutzt. Opfer bekamen Office-Dokumente mit eingebetteten Flash-Inhalten zugeschickt, die bei der Ausführung zu einer Infektion führten.

Das Besondere an dem Angriff ist der Umstand, dass Virenscanner nahezu vollständig versagten, wie die Sicherheitsfirma Armorize in ihrem Blog berichtet. Grund ist eine Drive-by-Cache genannte Technik. Dabei wird die Schadsoftware mit einer falschen Dateiendung zunächst heruntergeladen und liegt dann im Browser-Cache, ohne ausgeführt zu werden. Virenscanner erwarten ein solches Verhalten nicht und so kann ein Exploit nach dem Download unbehelligt die Schadsoftware im Cache suchen und sie ausführen. Drive-by-Download-Techniken arbeiten andersherum und starten den Download der Schadsoftware nach der Exploitausführung. Im Fall von Amnesty International haben die Angreifer bei den Opfern laut Huang eine Backdoor platziert.

The Tech Herald sagte Armorize-Mitarbeiter Wayne Huang, dass die Technik bereits seit Anfang des Jahres im Einsatz ist. Eine Gruppe, die Drive-by-Cache nutzt, konzentriert sich vor allem auf Webseiten von Menschenrechtsorganisationen sowie Regierungsseiten. Die Gruppe ist Huang selbst neu und soll über eine gute Ausstattung verfügen. Die Angreifer setzen vor allem auf unbekannte Zero-Day-Exploits.

Da Armorize bereits am 16. April 2011 in den USA von dem Angriff berichtete und die Webseite mindestens eine Woche zuvor infiziert wurde, gab es praktisch keinen Schutz gegen den Angriff. Adobe konnte erst am späten Abend europäischer Zeit des 15. April 2011 das Sicherheitsproblem schließen. Zahlreiche Anwender werden bis heute nicht reagiert haben, da der Adobe-Updater seine Anwender nicht immer zeitnah über neue Updates unterrichtet.

Amnesty Deutschland bestätigte die Infektion auf Nachfrage. Betroffen war offenbar nur die internationale Webseite und nur Windows-Nutzer waren der Gefahr einer Infektion ausgesetzt. Hinweise auf die Verteilung der Schadsoftware gibt es auf der Amnesty-Webseite nicht.

Prinzipiell sind alle Betriebssysteme gefährdet, die einen Flash Player nutzen. Adobes zum Wochenende veröffentlichter Flash-Notfallpatch sollte auf jeden Fall installiert werden.

Weitere Informationen finden sich im Blog von Armorize. Da dort Schadcode hinterlegt ist, springt eventuell der Virenscanner an.


eye home zur Startseite
unsigned_double 21. Apr 2011

Man fühlt sich nicht "gepiekst" aufgrund der Tatsache dass du stark überteuerte...

/mecki78 20. Apr 2011

Ich meine, nachdem 1&1 ja sogar TV Werbung dafür schaltet, dass das LG Optimus Black...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. State Street Bank International GmbH, München
  2. Bosch Service Solutions Magdeburg GmbH, Berlin
  3. Bundeskriminalamt, Meckenheim
  4. ELEKTRISOLA Dr. Gerd Schildbach GmbH & Co. KG, Reichshof-Eckenhagen


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-20%) 35,99€
  2. (-46%) 26,99€
  3. mit Gutscheincode PCGAMES17 nur 49,79€ statt 53,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Gesundheitskarte

    T-Systems will Konnektor bald ausliefern

  2. Galaxy Tab Active 2

    Samsungs neues Ruggedized-Tablet kommt mit S-Pen

  3. Jaxa

    Japanische Forscher finden riesige Höhle im Mond

  4. Deep Descent

    Aquanox lädt in Tiefsee-Beta

  5. Android-Apps

    Google belohnt Fehlersuche im Play Store

  6. Depublizierung

    7-Tage-Löschfrist für ARD und ZDF im Internet fällt weg

  7. Netzneutralität

    Telekom darf Auflagen zu Stream On länger prüfen

  8. Spielebranche

    Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Pro und X erwartet

  9. Thunderobot ST-Plus im Praxistest

    Da gehe ich doch lieber wieder draußen spielen!

  10. Fahrdienst

    Alphabet investiert in Lyft



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Passwortmanager im Vergleich: Das letzte Passwort, das du dir jemals merken musst
Passwortmanager im Vergleich
Das letzte Passwort, das du dir jemals merken musst
  1. 30.000 US-Dollar Schaden Admin wegen Sabotage nach Kündigung verurteilt
  2. Cyno Sure Prime Passwortcracker nehmen Troy Hunts Hashes auseinander
  3. Passwortmanager Lastpass ab sofort doppelt so teuer

APFS in High Sierra 10.13 im Test: Apple hat die MacOS-Dateisystem-Werkzeuge vergessen
APFS in High Sierra 10.13 im Test
Apple hat die MacOS-Dateisystem-Werkzeuge vergessen
  1. MacOS 10.13 Apple gibt High Sierra frei
  2. MacOS 10.13 High Sierra Wer eine SSD hat, muss auf APFS umstellen

Elex im Test: Schroffe Schale und postapokalyptischer Kern
Elex im Test
Schroffe Schale und postapokalyptischer Kern

  1. Re: Mobilfunkbetreiber: Ob es so eine gute Idee...

    tg-- | 18:08

  2. Re: Nicht nur die Telekommunikationsunternehmen...

    ermic | 18:06

  3. Re: Litium-Brände mit Wasser bekämpfen?!

    Eheran | 18:06

  4. Arme Selbsständige...

    ElMario | 18:05

  5. Ist bestimmt voller Creeper

    NeoTiger | 18:01


  1. 18:00

  2. 17:47

  3. 16:54

  4. 16:10

  5. 15:50

  6. 15:05

  7. 14:37

  8. 12:50


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel