Raumfahrt: Bezos und Musk entwickeln Spaceshuttle-Nachfolger
Der vorletzte Flug eines Spaceshuttles steht kurz bevor: Am 29. April um 15:47 Uhr (Ortszeit Florida) wird das Shuttle Endeavour zu seinem letzten Flug ins All starten(öffnet im neuen Fenster) . Die letzte Spaceshuttle-Mission ist für Juni geplant(öffnet im neuen Fenster) . Künftige Raumfahrzeuge wird nicht mehr die Nasa entwickeln. Die US-Weltraumbehörde hat jetzt vier US-Unternehmen 270 Millionen US-Dollar für die Entwicklung eines Spaceshuttle-Nachfolgers zur Verfügung gestellt.
Vier Unternehmen
Unter den US-Luft- und Raumfahrtunternehmen, die an der Raumfähre der Zukunft arbeiten, sind auch Space Exploration Technologies(öffnet im neuen Fenster) (SpaceX), das Unternehmen von Elon Musk, Gründer von Paypal und heute Chef von Tesla Motors, und Blue Origin(öffnet im neuen Fenster) , das von Amazon-Chef Jeff Bezos gegründet wurde. Die beiden Konkurrenten sind Sierra Nevada(öffnet im neuen Fenster) und Boeing(öffnet im neuen Fenster) .

Der US-Luftfahrtkonzern Boeing bekommt mit 92,3 Millionen US-Dollar den Löwenanteil der Nasa-Finanzierung, gefolgt von Sierra Nevada mit 80 Millionen US-Dollar. Space X erhält 75 Millionen US-Dollar, Blue Origin 22 Millionen US-Dollar.
US-Raumfahrzeuge für US-Astronauten
Es ist die zweite Runde des sogenannten Commercial-Crew-Development(öffnet im neuen Fenster) -Programms (CCDev2) der Nasa. Ziel des Programms ist, die Entwicklung eines bemannten Raumfahrzeugs zu beschleunigen. Die Nasa wolle, dass "US-Astronauten in Raumfahrzeugen, die in Amerika gebaut wurden" , ins All fliegen und dass die Regierung diese Aufgabe nicht mehr anderen Staaten überlasse, sagte Nasa-Direktor Charles Bolden.
Musks Unternehmen SpaceX verfügt bereits über die Trägerrakete vom Typ Falcon 9, die eine Nutzlast von knapp 10,5 Tonnen in den sogenannten Low Earth Orbit (LEO) transportieren kann. Geplant ist, dass SpaceX künftig die Internationale Raumstation (International Space Station, ISS) versorgen soll. Eine Raumkapsel für Astronauten hat im vergangenen Dezember einen ersten Test erfolgreich absolviert . Indem die Nasa privaten Unternehmen die Flüge in den LEO überlasse, könne sie selbst sich der Erkundung weiter entfernter Gegenden des Weltraums widmen, erklärte Bolden.
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