Client: Twitter soll Übernahme von Tweetdeck versuchen
Twitter will offenbar die Entwicklerfirma des Twitter-Clients Tweetdeck kaufen. Das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) berichtet aus informierten Kreisen, die Verhandlungen seien bereits relativ weit fortgeschritten. Der gebotene Kaufpreis liege bei 50 Millionen US-Dollar. Die Übernahme sei Teil der Strategie Twitters, den Mikrobloggingdienst für eine breitere Nutzerschaft zu öffnen.
Twitter wolle es neuen Nutzern erleichtern, durch den Dienst zu navigieren, und erfahrenen Anwendern interessante Inhalte leichter zugänglich machen. Neue Twitter-Nutzer sollten sofort Tweets aus ihrer geografischen Region angezeigt bekommen, wobei Nachrichten von Prominenten hervorgehoben werden sollten, so die Zeitung. Was genau Twitter mit Tweetdeck plant, sei aber noch unklar. Tweetdeck hat 15 Beschäftigte und freie Mitarbeiter.
Tweetdeck, die beliebteste Twitter-Applikation, benötigt die Laufzeitumgebung Adobe Air und ermöglicht die Organisation der Twitter-Kontakte. Auch aus sozialen Netzwerken wie Facebook, Google Buzz, Foursquare oder Myspace kann der Nutzer seine Feeds in einer Spaltenansicht anzeigen lassen oder Statusmeldungen in diese Netzwerke absetzen. In der kostenlosen Software können Meldungen des Kurznachrichtendienstes gelesen, geschrieben und verwaltet werden. Tweetdeck läuft unter Windows, Mac OS X und Linux. Es gibt Versionen für das iPhone, das iPad und Android. Zusammen mit RIM arbeitet Twitter an einem Twitter-Client für Blackberry.
Vor einigen Monaten wurde berichtet, dass das Unternehmen Ubermedia Tweetdeck kaufen wolle. Ubermedia bietet eine Twitter-Suche und verschiedene Applikationen für Twitter an.
Mitte März 2011 hatte Twitter erklärt, keine alternativen Twitter-Clients mehr zuzulassen. Die Richtlinien zur Nutzung des Twitter-APIs wurden entsprechend angepasst. Nutzer würden durch die Vielzahl alternativer Twitter-Clients verwirrt. Schuld seien vor allem Webseiten und Clients, die Tweets entgegen Twitters Designrichtlinien anzeigten und eigene Begriffe statt der offiziellen wie "Tweet", "Retweet" und "Follow" verwendeten oder eigene Funktionen, um Nutzer und Trends zu ermitteln.
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