US-Jugendschutz
Neue Software prüft Sex und Gewalt
Die amerikanische ESRB - das Gegenstück zur deutschen USK - verwendet zur Alterseinstufung bestimmter Computerspiele ab sofort ein softwaregestütztes System. Das könnte auch Auswirkungen auf deutsche Spieler haben.
Mit Hilfe eines softwarebasierten Verfahrens prüft das Entertainment Software Rating Board (ESRB) ab sofort einen Teil der Computerspiele, die in den USA zur Altersklassifikation vorgelegt werden. Betroffen sind die derzeit pro Jahr rund 650 Titel, deren Vertrieb über Xbox Live, Playstation Network und Nintendos Wii- und DSi-Shop läuft. Laut der New York Times wollte die Chefin der ESRB, Patricia Vance, sich nicht zu der Frage äußern, ob das neue Verfahren auch bei Spielen in den Onlineshops von Apple und Facebook zum Einsatz kommt - was ein Zeichen dafür sein könnte, dass Verhandlungen laufen. Dann könnte die Einstufung der US-Jugendschützer auch Auswirkungen auf deutsche Spieler haben, weil zumindest einige Unternehmen diese Altersfreigaben vorerst weltweit verwenden dürften. Bislang stuft beispielsweise Apple die Spiele in seinem App Store nach eigenen, nicht immer nachvollziehbaren Kriterien ein.
Das neue Verfahren der ESRB sieht vor, dass sich Hersteller von Spielen durch einen ausführlichen, computergestützten Fragebogen arbeiten. Der will wissen, welche Art von Sex oder Gewalt in dem Game auftaucht oder wie vulgär Sprache und Darstellungen sind. Anschließend berechnet die Software der ESRB ohne weiteres menschliches Zutun die Alterseinstufung. Derjenige, der das Spiel eingereicht hat, muss anschließend eine DVD mit den heikelsten Stellen des Spiels an die ESRB schicken, damit die Mitarbeiter der Einrichtung die Entscheidung überprüfen können. Große und wichtige Titel müssen die Prüfer des ESRB weiterhin selbst durchspielen und einstufen.
Unter deutschen Computerspielern gilt der Jugendschutz in den USA als eher locker. Ganz richtig ist das nicht: Das Entertainment Software Rating Board (ESRB) prüft - bei etwas anderer Gewichtung von Sex und Gewalt - fast so strikt wie sein deutsches Gegenstück, die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK). Allerdings haben Logos wie "E" für "Everyone", "M" für "Mature" oder "AO" für "Adults only" wesentlich weniger Folgen für den Handel mit den Spielen. Das könnte sich aber ändern: In den nächsten Tagen oder Wochen dürfte das oberste Gericht, der Supreme Court, eine Entscheidung darüber bekanntgeben, ob weitergehende Verkaufseinschränkungen nach der US-Verfassung rechtens sind.
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Gratuliere!
Naja, aber die Hersteller werden die Spiele dann anders stricken. Sie werden Inhalten...
Die armen Schildkröten.^^ da war doch was....*überleg*... http://files.sharenator.com...
Made my day! =D