Freedom House

Zensur und staatliche Eingriffe im Internet nehmen zu

In immer mehr Ländern der Welt werden Inhalte im Internet zensiert, Blogger verhaftet oder staatliche Attacken gegen unliebsame Webseiten ausgeführt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der teilstaatlichen US-Organisation Freedom House.

Artikel veröffentlicht am ,
Freedom House: Zensur und staatliche Eingriffe im Internet nehmen zu

In ihrem Bericht Freedom on the Net 2011 kommt die US-Organisation Freedom House zu dem Ergebnis, dass staatliche Eingriffe nicht nur in totalitären Staaten zunehmen. Auf den letzten Plätzen des Index, der Punkte für Zensur, Zugangsmöglichkeiten und Anwenderrechte vergibt, stehen zwar weiterhin in dieser Reihenfolge China, Kuba, Myanmar und der Iran.

Stellenmarkt
  1. IT System Architect (gn)
    HORNBACH Baumarkt AG, Bornheim / Landau in der Pfalz
  2. IT Inhouse Consultant CAD (m/w/d)
    MTU Aero Engines AG, München
Detailsuche

Aber auch in Staaten, die ihre Wahlen demokratisch nennen, gibt es der Organisation zufolge schwere Verletzungen der Informationsfreiheit im Internet. Als ein Beispiel nennt Freedom House Weißrussland, wo es im Umfeld der Wahlen im Dezember 2010 zu DoS-Attacken auf Oppositionswebseiten gekommen sein soll.

Die Anwendungen von DoS-Angriffen durch staatliche Organisationen sieht Freedom House als einen besorgniserregenden Trend. Vor allem aus China soll es viele dieser Angriffe geben, unter anderem auf internationale Menschenrechtsorganisationen. Die Attacken ließen sich zwar nicht immer direkt dem chinesischen Regime zuordnen, ihre Schwere lasse Freedom House aber vermuten, dass die Angriffe zumindest geduldet oder unterstützt würden.

Auch die völlige Abschaltung des Internets in Ägypten und die Erschwernisse in Tunesien prangert die Studie an. Möglich sind solche Eingriffe vor allem in Ländern, wo die Telekommunikationsinfrastruktur ganz oder teilweise in den Händen des Staates liegt. Laut der Untersuchung ist das unter anderem in Weißrussland, Kuba, China, vielen arabischen Staaten, aber auch Venezuela und der Türkei der Fall.

Golem Akademie
  1. Jira für Anwender: virtueller Ein-Tages-Workshop
    4. Februar 2022, virtuell
  2. Apache Kafka Grundlagen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    21.–22. März 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Untersucht wurden 37 Länder. In 23 dieser Länder wurden nicht nur Dienste wie Twitter oder Youtube blockiert, auch Blogger und andere Publizierende wurden für Inhalte verhaftet, die sie ins Netz gestellt hatten. Der ersten umfassenden Studie zur Freiheit im Netz war ein Pilotversuch mit 15 Staaten im Jahr 2009 vorausgegangen. In neun dieser Staaten konnte Freedom House in den vergangenen zwei Jahren stärkere Einschränkungen feststellen.

Nach Meinung der Organisation, die teilweise von der US-Regierung und Stiftungen, aber auch dem Democracy Fund der Vereinten Nationen finanziert wird, haben die Bürger in Estland, den USA und Deutschland den am wenigsten behinderten Zugang zum Internet und müssen sich dort auch am wenigsten vor Konsequenzen eigener Inhalte fürchten. Die 400 Seiten umfassende Studie ist vollständig online einsehbar.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Charles Marlow 19. Apr 2011

Die meint auf der Seite der "Guten" zu sein. Koste es die Grundrechte, was es wolle!

ali baba 19. Apr 2011

Würd mich auch nicht wundern, wenn sich so ganz nach kommunistischem Vorbild auch im...

TmoWizard 18. Apr 2011

Da ist der Song aber besser: http://www.youtube.com/watch?v=6Y4yOatpt2Y --> Sind wir...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Raumfahrt
SpaceX-Rakete stürzt voraussichtlich im März auf den Mond

Ob sich Elon Musk so die erste Ankunft einer SpaceX-Rakete auf dem Mond vorgestellt hat?

Raumfahrt: SpaceX-Rakete stürzt voraussichtlich im März auf den Mond
Artikel
  1. Geforce RTX 3050 im Test: Wir hätten gerne einen Steam-Liebling gesehen
    Geforce RTX 3050 im Test
    Wir hätten gerne einen Steam-Liebling gesehen

    Upgrade dank DLSS und Raytracing: Die Geforce RTX 3050 ist die erste Nvidia-Grafikkarte mit diesen Funktionen für theoretisch unter 300 Euro.
    Ein Test von Marc Sauter

  2. Radikalisierung im Netz: Neue Taskforce des BKA nimmt Telegram ins Visier
    Radikalisierung im Netz
    Neue Taskforce des BKA nimmt Telegram ins Visier

    Das Bundeskriminalamt hat eine neue Taskforce gegründet, um gezielt Straftatbestände in Messengern wie Telegram zu verfolgen.

  3. Actionspiel: Crytek kündigt Crysis 4 an
    Actionspiel
    Crytek kündigt Crysis 4 an

    Großstadtruinen und Nano-Partikel: Mit einem Teaser stellt das Entwicklerstudio Crytek ganz offiziell Crysis 4 vor.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3090 24GB 2.349€ • RTX 3070 Ti 8GB 1.039€ • 1TB SSD PCIe 4.0 127,67€ • RX 6900XT 16 GB 1.495€ • Razer Gaming-Tastatur 155€ • LG OLED 65 Zoll 1.599€ • Razer Gaming-Maus 39,99€ • RX 6800XT 16GB 1.229€ • GOG New Year Sale: bis zu 90% Rabatt • Razer Gaming-Stuhl 179,99€ [Werbung]
    •  /