Gute Oberfläche, wenig Anwendungen

Die gut wirkende und flüssige Oberflächendarstellung hebt auch Gizmodo in seinem Test hervor. Das Fehlen von E-Mail-Client, Kalender und Kontakten findet Gizmodo nicht besonders gut. Es ist zwar möglich, durch die Verbindung mit einem Blackberry-Smartphone an diese Daten zu kommen, allerdings wird ein Szenario ganz besonders gefürchtet: Der Smartphone-Akku ist leer und der Anwender steht unterwegs mit einem nur bedingt brauchbaren Tablet herum und hat keinen Zugriff auf seine Kontaktdaten.

Probleme sieht Gizmodo zudem bei den Apps von Drittanbietern. Es gibt zwar viele Wege, Anwendungen auf das Blackberry zu bekommen, derzeit gibt es aber nur wenige gute Anwendungen. Allerdings startet die Plattform auch gerade erst. RIM nutzt zudem den Browser, um fehlende Anwendungen auszugleichen. Facebook und Twitter sind beispielsweise nur Links auf die entsprechenden Webseiten. Die Android-Kompatibilität ist zudem ebenfalls noch nicht fertig. Immerhin: Gizmodo schätzt die Betaversion des Playbooks teils besser ein als Motorolas Android-3.0-Tablet Xoom und kommt sogar zu dem Schluss, dass es das beste 7-Zoll-Tablet sei. Vom Kauf wird dennoch vorerst abgeraten. Die Basis sei zwar grundsolide, aber es fehlten noch wichtige Funktionen.

  • Blackberry Playbook von RIM
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Blackberry Playbook von RIM

Auch Walt Mossberg vom Wall Street Journal sieht fehlende Grundanwendungen als ein Problem. Zudem sind die Blackberry-OS-Anwendungen inkompatibel mit dem Playbook. Für ihn ist das Playbook damit nur für Besitzer eines Blackberry-Smartphones geeignet, nicht aber für den allgemeinen Tablet-Interessierten. Er rät vorerst Anwendern vom Kauf ab, die nicht ständig ihr Smartphone mitnehmen. Mossberg sagt ebenfalls, er habe das Gefühl, dass RIM das Tablet übereilt auf den Markt gebracht habe. Erst wenn das Playbook unabhängiger arbeiten könne, sei es zu empfehlen. Trotzdem sei auch er der Meinung, dass das Betriebssystem sehr gut laufe und das Surfen auf Webseiten mit Flashinhalten besser funktioniere als mit Android-3.0-Tablets.

"There's no App for that"

David Pogue von der New York Times schließt sich dem Urteil an. Das Betriebssystem hinterlässt ihm zufolge einen guten Eindruck. Blackberry hat mit dem QNX-Betriebssystem eine gelungene Kombination aus iOS- und WebOS-Funktionen produziert. An den fehlenden Grundanwendungen für E-Mail, Kontakte und Terminplanung stört sich Pogue aber auch und die Blackberry-Bridge zum Ausgleichen dieser Mankos ist noch Beta. Das Motto fürs Playbook lautet laut Pogue dementsprechend erst einmal "There's no app for that" (Da gibt's keine Anwendung für) in Anspielung auf Apples Werbespruch für iOS-Geräte, die keine Probleme mit fehlenden Anwendungen haben. Es sollen zwar 3.000 Anwendungen kommen, die konnte sich Pogue allerdings noch nicht anschauen.

Pogue gefällt die Qualität der Hardware und die Möglichkeit, Musik drahtlos auf das Playbook zu transferieren. Das geht sogar, wenn das Playbook schläft. Trotzdem rät auch er vom Kauf ab.

Das Blackberry Playbook soll am morgigen 19. April 2011 für etwa 500 bis 700 US-Dollar in den USA verfügbar sein. Innerhalb des zweiten Quartals soll auch ein Europastart folgen, vermutlich im Juni 2011.

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 Blackberry: RIM verteidigt sich gegen schlechte Playbook-Kritiken
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AndyGER 19. Apr 2011

Er spricht zu fremden Stimmen ..?! O.o Na, da mache ich mir dann doch Sorgen ;-)))

schipplock 19. Apr 2011

Und ich kann mich hier nur noch einmal wiederholen; wie kann man nur so dumm sein und ein...

paulmuaddib 18. Apr 2011

ok, hatte irgendwie das Wörtchen "nicht" überlesen ...

EinZauberwesen 18. Apr 2011

Ich denke es liegt daran, dass RIM ein besonderes Verfahren mittels BB-Handy (sowie das...



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