Abo
  • IT-Karriere:

Mitchell Baker

Mozilla will Apps mit offenem Web verbinden

Mozilla hat hehre Ziele für die kommenden zwölf Monate: In den Bereichen Mobile, Apps und Identität sollten Lösungen zum Wohl des Einzelnen und der Gesellschaft gefunden werden, sagt die Präsidentin der Mozilla Foundation im Gespräch mit Golem.de.

Artikel veröffentlicht am ,
Mitchell Baker: Mozilla will Apps mit offenem Web verbinden

Mozillas Grundprinzip ist Offenheit. Jeder solle wählen können, welche Produkte er benutzen will, sagt Mitchell Baker, Präsidentin der Mozilla Foundation im Gespräch mit Golem.de. Und Mozilla gehe sogar noch einen Schritt weiter: Als gemeinnützige Organisation strebe es nicht nach Gewinn, könne also Produkte entwickeln, die gut für den Einzelnen und gut für die Gesellschaft als Ganzes seien. Umgesetzt werden solle dieses Konzept in den kommenden zwölf Monaten vor allem in den Bereichen Mobile, Apps und "Identität" sowie mit dem sozialen Projekt Drumbeat. Nach der Veröffentlichung von Firefox 4 für Android solle der nächste, schwierigere Schritt folgen: die vor allem auf Smartphones populären Apps mit dem offenen Web zusammenzubringen.

Stellenmarkt
  1. Bayerische Versorgungskammer, München
  2. Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), Potsdam

Auf den ersten Blick scheine es vielen sinnvoll, ein geschlossenes System zu bauen, bei dem etwas oder jemand im Zentrum steht und das System kontrolliert, erklärt Baker. Langfristig aber sei das ein Rezept dafür, sich für Missbrauch angreifbar zu machen. Daher gehe es Mozilla zum Beispiel darum, die Wahlfreiheit und Plattformunabhängigkeit des Web auf Apps zu übertragen, so dass sie auf jedem Gerät zur Verfügung stehen. Der Ansatz steht im Kontrast zu Apples geschlossenem Modell, doch Baker sieht keinen Grund, warum Apps und Web nicht zusammenpassen sollten.

Basis für Innovationen

Wie das gehen kann, zeigt Mozilla mit dem Projekt "Open Web Apps". Dabei soll explizit kein großer, geschlossener App-Store entstehen, der mit Apples App Store konkurriert oder wie dieser aussieht. Mozilla will eine Basis für die Entwicklung von Innovationen schaffen. So soll es viele verschiedene App-Stores geben: kleine spezialisierte und große mit umfangreichem Angebot. Mozilla will für gute User Experience sorgen, nicht aber die Beziehung zum Kunden kontrollieren.

Das dritte große Thema, an dem Mozilla derzeit arbeitet, umreißt Baker mit dem Schlagwort "Identität". Es sei im Onlineleben notwendig, sich auszuweisen, klarzumachen: "Das bin ich", sagt sie - das beginne schon beim Einloggen in eine Website. In Zukunft solle diese Identität aber nicht mehr an eine Applikation geknüpft sein. Menschen sollten wählen können, ob Facebook ihr zentraler Identitätsprovider bleiben solle, oder sie einen anderen nutzen wollten, um beispielsweise gegenüber offiziellen Regierungsstellen, der Krankenkasse oder der Bank mit einer anderen Identität aufzutreten. Mozilla arbeite deshalb an einer Art virtuellem Ausweis.

Mit Drumbeat will Mozilla soziale Fragestellungen angehen

Während Mozilla mit Firefox und Thunderbird daran arbeitet, eine technische Infrastruktur für das offene Web zu schaffen, soll sich das vor gut einem Jahr gestartete Projekt Drumbeat sozialer Fragestellungen annehmen und dabei auf Mittel zurückgreifen, die sich im Internet bewährt haben. In diesem Jahr geht es um Medien und Journalismus. Im vergangenen Jahr hatte das Thema Bildung im Fokus gestanden.

Viele Leute hätten sich beispielsweise mit dem Thema Open Education beschäftigt, sich dabei aber sehr allein gefühlt, erklärt Baker. Im vergangenen Jahr sei es im Rahmen von Drumbeat gelungen, einige dieser Menschen zusammenzubringen. Mit der Hilfe einiger technisch versierter Mitstreiter habe man große Fortschritte erzielt.

Das Web steht im Mittelpunkt aller Projekte von Mozilla, mit Firefox als dem wichtigsten und effektivsten Werkzeug. Daher sieht Baker trotz vieler neuer Projekte keine Gefahr, dass sich Mozilla verzettelt.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,99€
  2. 4,60€
  3. 27,99€
  4. (-75%) 9,99€

DrKrieger 15. Apr 2011

Du musst mit dem Mainstream fließen... oder auch nicht. Fische die mit dem Strom...


Folgen Sie uns
       


Mordhau Gameplay

Klirrende Klingen und packende Kämpfe mit bis zu 64 Spielern bietet das in einem mittelalterlichen Szenario angesiedelte Actionspiel Mordhau.

Mordhau Gameplay Video aufrufen
Watch Dogs Legion angespielt: Eine Seniorin als Ein-Frau-Armee
Watch Dogs Legion angespielt
Eine Seniorin als Ein-Frau-Armee

E3 2019 Elitesoldaten brauchen wir nicht - in Watch Dogs Legion hacken und schießen wir auch als Pensionistin für den Widerstand. Beim Anspielen haben wir sehr über die ebenso klapprige wie kampflustige Oma Gwendoline gelacht.


    Projektmanagement: An der falschen Stelle automatisiert
    Projektmanagement
    An der falschen Stelle automatisiert

    Kommunikationstools und künstliche Intelligenz sollen dabei helfen, dass IT-Projekte besser und schneller fertig werden. Demnächst sollen sie sogar Posten wie den des Projektmanagers überflüssig machen. Doch das wird voraussichtlich nicht passieren.
    Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel


      Final Fantasy 7 Remake angespielt: Cloud Strife und die (fast) unendliche Geschichte
      Final Fantasy 7 Remake angespielt
      Cloud Strife und die (fast) unendliche Geschichte

      E3 2019 Das Remake von Final Fantasy 7 wird ein Riesenprojekt, allein die erste Episode erscheint auf zwei Blu-ray-Discs. Kurios: In wie viele Folgen das bereits enorm umfangreiche Original von 1997 aufgeteilt wird, kann bislang nicht mal der Producer sagen.

      1. Final Fantasy 14 Online Report Zwischen Cosplay, Kirmes und Kampfsystem
      2. Square Enix Final Fantasy 14 erhält Solo-Inhalte und besonderen Magier
      3. Rollenspiel Square Enix streicht Erweiterungen für Final Fantasy 15

        •  /