Führungswechsel

IBM Deutschland bekommt eine Chefin

IBM Deutschland tauscht seine Führung aus. Die Vertriebsexpertin Martina Koederitz soll den Umsatzrückgang der Landestochter stoppen.

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Martina Koederitz (Bild: IBM)
Martina Koederitz (Bild: IBM)

IBM Deutschland bekommt erstmals eine Chefin. Martina Koederitz (47) übernimmt zum 4. Mai 2011 die Führung der Landestochter des IT-Konzerns. Das gab das US-Unternehmen bekannt. Koederitz tritt die Nachfolge von Martin Jetter (51) an, der als neuer Strategiechef in die Konzernzentrale nach Armonk im US-Bundesstaat New York wechselt, wo er sich speziell um die Cloud-Strategie und konkrete Cloud-Angebote der IBM kümmert. Jetter wird zudem einen Sitz im Aufsichtsrat der IBM Deutschland bekommen.

Koederitz wird die einzige Frau in der Geschäftsführung von IBM Deutschland sein. Die Betriebswirtin leitete erst seit Oktober 2010 den Vertrieb bei IBM Deutschland. Zuvor war sie verantwortlich für das Mittelstandsgeschäft IBMs. Koederitz begann ihre Tätigkeit bei IBM schon 1987 als Systemberaterin.

IBM kämpft in Deutschland mit Umsatzrückgängen. Die US-Konzernzentrale übt Druck auf den Landeschef aus. Der scheidende Landeschef hatte die Leistungen der Belegschaft in einem internen Schreiben im August 2010 als unzureichend bezeichnet. Wie schon im Vorquartal mangele es an großen Deals. IBM Deutschland ist für den US-Konzern die wichtigste europäische Landesgesellschaft. Big Blue beschäftigt hierzulande rund 21.500 Menschen und unterhält auch ein eigenes Entwicklungszentrum.

Grund für die Spannungen ist ein Umsatzrückgang bei IBM Deutschland. Im Wirtschaftsraum EMEA, eine Abkürzung, die für Europe (West- und Osteuropa), Middle East (Naher Osten) und Afrika steht, sank der Umsatz IBMs im letzten Quartal um zwei Prozent. Ein Wachstum von 14 Prozent verzeichnete dagegen die asiatisch-pazifische Region. Der Gesamtkonzern hatte ein Umsatzplus von 6,6 Prozent auf 29,02 Milliarden US-Dollar gemeldet und der Nettogewinn war um 9,2 Prozent auf 5,26 Milliarden US-Dollar gestiegen.

Auch EMC setzt in Deutschland seit November 2010 auf eine Landeschefin. Sabine Bendiek wurde von Dell abgeworben.

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