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Fukushima: Roboter räumen das Gelände des Atomkraftwerks

Im vom Erdbeben beschädigten japanischen Atomkraftwerk Fukushima haben Roboter ihre Arbeit aufgenommen. Die Maschinen haben bisher Bilder vom Boden und aus der Luft geliefert sowie erste Trümmerteile geräumt. Unterdessen stuft die Internationale Atomenergiebehörde IAEA die Situation als ebenso ernst ein wie 1986 in Tschernobyl.
/ Werner Pluta
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Roboter in Fukushima
Roboter in Fukushima

Der japanische Energieversorger Tokyo Electric Power (Tepco) setzt im schwer beschädigten Atomkraftwerk Fukushima Roboter ein. Die unbemannten Maschinen haben angefangen, Trümmer des Tsunamis sowie der darauf folgenden Explosionen in mehreren Reaktorgebäuden zu räumen, berichtet das US-Magazin PC World(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Tepco.

Roboter entfernen Trümmer

Tepco setzt einen unbemannten Bagger sowie einen unbemannten Transporter ein, die beide ferngesteuert wurden. Der Bagger nahm mit seinem Greifer Trümmerteile auf und lud sie auf den Transporter. Der brachte die Teile zu einem anderen Platz auf dem Gelände des Kraftwerks. Die Fernsteuerung hat normalerweise eine Reichweite von 300 Metern, wurde aber mit Hilfe einer Relaisstation auf 2 Kilometer erhöht.

 
Video: Robotereinsatz im japanischen Atomkraftwerk Fukushima

Die Maschinen stammen von japanischen Unternehmen. Die von dem britisch-amerikanischen Unternehmen Qinetiq gelieferten Bausätze Appliqué Robotic Kit (ARK), mit deren Hilfe Bobcat-Kompaktlader zu Roboterfahrzeugen werden, werden derzeit noch getestet. Die beiden Roboter vom Typ Talon hingegen sind bereits zum Einsatz gekommen.

Flugroboter macht Luftaufnahmen

Daneben hat Tepco ein unbemanntes Fluggerät (Unmanned Aerial Vehicle, UAV) vom Typ T-Hawk(öffnet im neuen Fenster) des US-Unternehmens Honeywell eingesetzt, um Luftaufnahmen des Atomkraftwerks zu machen. Anders als ein bemannter Helikopter kann sich das UAV gefahrlos länger im Bereich der strahlenden Gebäude aufhalten und Bilder davon aufnehmen.

Unterdessen gibt es keine Entwarnung in dem Atomkraftwerk: Nach dem Erdstoß am gestrigen Montag – mit einer Stärke von 7,1 das schwerste Nachbeben bisher – fielen die Pumpen, die Kühlwasser in die Reaktorgebäude pumpen, eine knappe Stunde lang aus.

Höchste Alarmstufe

Die Internationale Atomenergiebehörde (International Atomic Energy Agency, IAEA) hat unterdessen die Katastrophe von Fukushima als katastrophalen Unfall eingestuft(öffnet im neuen Fenster). Das entspricht der höchsten Stufe auf der siebenstufigen Bewertungsskala für nukleare Zwischenfälle(öffnet im neuen Fenster) (International Nuclear and Radiological Event Scale, Ines).

Bis dato hatte die IAEA Fukushima noch als ernsten Unfall bewertet, was Stufe 5 entspricht. Diese Einstufung galt auch für den Unfall im US-Atomkraftwerk Harrisburg 1979(öffnet im neuen Fenster) und dem Brand in der britischen Anlage Sellafield 1957(öffnet im neuen Fenster). Der einzige Stufe-7-Zwischenfall bisher war die Explosion des Atomreaktors in Tschernobyl 1986(öffnet im neuen Fenster).


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