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3D ohne Brille: Räumliche Darstellung auf iPad 2 und Co.

Französische Wissenschaftler zeigen mit einem iPad 2 und einem iPhone 4 , wie sich auch auf mobilen Geräten ohne 3D-Displays räumlich wirkende Bilder darstellen lassen. Dazu beobachtet die Frontkamera die Kopfposition des Betrachters und passt die Perspektive an.
/ Christian Klaß
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3D mit Kamera und HCP
3D mit Kamera und HCP

Der Informatik-Doktorand Jeremie Francone zeigt nun auch auf einem iPad 2(öffnet im neuen Fenster) , wie eine " Head-Coupled Perspective(öffnet im neuen Fenster) " (HCP) auf mobilen Geräten zur räumlichen Darstellung genutzt werden kann. Ein 3D-Display oder eine 3D-Brille sind dafür nicht notwendig, stattdessen nutzt Francone die in der Gehäusefront eingebaute Kamera, um die Position des Kopfes des Betrachters zu erkennen. Das iPad 2 passt dann die Darstellungsperspektive in Echtzeit an – ohne dabei wie einfachere Projekte die Beschleunigungs- oder Lagesensoren zu verwenden.

 
Video: Headtracking mit dem iPad 2 für räumliche Darstellung ohne Brille

In seinen HCP-Videos zum iPad 2 und zum iPhone 4 zeigt Francone, dass die räumliche Darstellung recht gut funktioniert. Francone und sein Professor Laurence Nigay sehen den HCP-Einsatz als Möglichkeit, die Interaktion zu verbessern – nicht nur bei Spielen, sondern auch bei Bedienoberflächen. Die Videos zeigen deshalb auch, wie sich das iOS-User-Interface der Apple-Geräte damit nutzen lässt.

Der Betrachter schaut dazu wie in einen offenen Kasten, dessen Boden und linke und rechte Seitenwände installierte Apps zeigen. Wird das Display leicht vom Betrachter weg gekippt, können auf der hinteren Wand Textnachrichten gelesen werden.

 
Video: Headtracking mit dem iPhone 4 für räumliche Darstellung ohne Brille

Zu ihren HCP-Experimenten mit Tablet und Smartphone wurden Francone und Nigay durch die Arbeit von Johnny Lee inspiriert, der Nintendos Wiimote und eine Brille mit Infrarotleuchten zum Headtracking einsetzt. Lee demonstriert das vor einem normalen Fernseher.

 
Video: Headtracking mit der Wiimote

Francone ist Doktorand in der Engineering Human-Computer Interaction (EHCI) Research Group(öffnet im neuen Fenster) des französischen Grenoble Informatics Laboratory(öffnet im neuen Fenster) (LIG).


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