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IP-basierte Ortung bis auf wenige hundert Meter

Wissenschaftler aus China und den USA haben ein System entwickelt, um ein Gerät mit Internetanschluss zu orten, indem sie Datenlaufzeiten analysieren. Mit der Methode lässt sich die Position eines gesuchten Geräts zum Teil bis auf 100 Meter genau bestimmen.

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Ortsbezogene Werbung: IP-basierte Ortung bis auf wenige hundert Meter

Informatiker der chinesischen Universität für elektronische Wissenschaft (University of Electronic Science and Technology of China, UESTC) in Chengdu in der südchinesischen Provinz Sichuan und der Northwestern-Universität in Evanston im US-Bundesstaat Illinois haben ein System entwickelt, um einen Computer oder ein beliebiges anderes mit dem Internet verbundenes Gerät anhand seiner IP-Adresse zu orten. Die Standortbestimmung hat eine Genauigkeit von wenigen hundert Metern.

Drei Schritte

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Die Ortung erfolgt in drei Schritten: Zunächst wird ein Datenpaket an das Gerät geschickt. Aus der Laufzeit lässt sich grob einschätzen, wo sich das Gerät befindet. Diese Methode hat eine Genauigkeit von etwa 200 Kilometern.

Im nächsten Schritt wird die Suche genauer. Auch hier werden wieder Datenpakete verschickt und deren Laufzeit berechnet. Als Referenz nutzen die Wissenschaftler um Projektleiter Yong Wang dazu Rechner, deren Standpunkt bekannt ist: Viele Universitäten und Unternehmen unterhalten ihre eigenen Server. Deren IP-Adresse ist also mit einer physischen Adresse verbunden, die die Wissenschaftler auf Google Maps eingezeichnet haben. Insgesamt haben die Wissenschaftler 76.000 solcher Server mit festen Adressen erfasst.

Laufzeiten vergleichen

Für eine genauere Positionsbestimmung schicken sie dann Datenpakete an bekannte Rechner in dem Gebiet, in dem sich das gesuchte Gerät befindet, sowie an dieses selbst. Dann vergleichen sie die Wege, die Datenpakete nehmen. Passieren Datenpakete an den bekannten und den gesuchten Computern den gleichen Router, vergleichen die Wissenschaftler die Laufzeiten von dort zu den beiden Zielrechnern.

Diese Näherung wird mehrfach wiederholt. Im letzten Schritt bestimmen die Wissenschaftler schließlich, welcher der bekannten Rechner dem gesuchten am nächsten ist. So bekommen sie eine rechte gute Vorstellung davon, wo sich das gesuchte Gerät aufhält: Im Schnitt lasse es sich bis auf knapp 700 Meter, in Einzelfällen sogar bis auf 100 Meter genau orten. Es lässt sich also feststellen, in welchem Viertel einer Stadt sich das Gerät befindet.

Vom Gesuchten unabhängig

Vorteil für die Nutzer des Systems ist, dass es vom Gesuchten unabhängig ist. Der müsse nicht gefragt werden oder seine Zustimmung geben, um ihn orten zu können. Die Gesuchten können sich der Ortung entziehen, indem sie Proxys nutzen. Das System lasse sich beispielsweise für ortsbezogene Werbung einsetzen, schreiben die Wissenschaftler.



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CruZer 19. Apr 2011

Danke dafür :D. Schon echt traurig...

antares 12. Apr 2011

Gerade in China dürfte die Technologie eher schlecht funktionieren, da dort die DSL...

admin666 11. Apr 2011

sehe ich dann auf den Würg-Leinwänden in der Innenstadt Werbung für FEAR IV...

SoniX 11. Apr 2011

Wenn euer Proxy raucht, dann ja. Aber ich denke, wenn der mal raucht braucht man eher...


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