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John T. Chambers, Cisco
John T. Chambers, Cisco

Gesundschrumpfen

Cisco soll Flip und Linksys abstoßen

Einige Analysten fordern, dass sich Cisco nach Umsatzrückgang und eingestandenen Fehlern restrukturiert, sich auf das Kerngeschäft besinnt - und dass Cisco-Chef John T. Chambers entsprechend auch die Consumer-Sparte loswird.

Dem Netzwerkausrüster Cisco geht es nicht gut, das hat nach enttäuschenden Geschäftszahlen auch Unternehmenschef John Chambers in einem Memo zugegeben. Cisco sei langsam bei Entscheidungen geworden, habe an Verlässlichkeit eingebüßt, die Investoren enttäuscht und die eigenen Angestellten verwirrt. "Das ist unakzeptabel. Und es ist genau das, was wir angehen werden", so der CEO und Chairman von Cisco.

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Deswegen sei es nun an der Zeit, sich zu verändern, ebenso wie der Markt sich verändert habe. Chambers sieht zwar das Kerngeschäft rund um Routing, Switching, Dienste, Datencenter in der Cloud und Video auf guter Basis, kündigt aber starke Veränderungen und eine stärkere Fokussierung an. Chambers: "Wir werden mit chirurgischer Genauigkeit das angehen, was wir im Portfolio in Ordnung bringen und was wir besser nutzen müssen."

Um Cisco wieder auf Kurs zu bringen, ist es nach Ansicht des Analysten Sean Conner nötig, dass das Unternehmen seine Endkundensparte loswird. Diese besteht aus den zugekauften Flip-Videokameras und den Linksys-Netzwerkprodukten. Die Businessweek zitiert den bei Nuveen Asset Management beschäftigten Conner mit den Worten: "Cisco hat verstanden, dass es ein beschissenes Geschäft ist.". Ein Geschäft, bei dem es keinerlei Synergien mit den anderen Geschäftszweigen gebe.

In die gleiche Kerbe schlägt auch Nikos Theodosopoulos von UBS, er erwartet eine bessere Struktur, weniger Bürokratie, die Konzentration auf weniger Märkte - und einen Rückzug aus schwach wachsenden, wenig Marge bietenden Geschäftsbereichen für Endkunden, Set-Top-Boxen und Heimvernetzung. Damit sind ebenfalls Flip und Linksys gemeint. Ehud Gelblum von Morgan Stanley schlägt vor, dass Cisco diese Bereiche in ein getrenntes Unternehmen auslagert und vielleicht noch die Mehrheit daran hält. Auch Ciscos Heim-Videokonferenzsystem Umi wird von Analysten als potenzieller Verkaufskandidat gesehen.

Laut Mark Sue von RBC Capital ist es damit aber nicht getan, "das andere, was Cisco tun muss, ist, seine Produkte wettbewerbsfähiger zu machen". Chambers selbst hatte laut Businesweek auf einer Investorenkonferenz angegeben, dass Cisco mit zunehmender Konkurrenz bei Switches und Hardware zum Regeln von Internettraffic zu tun hat. Die Konkurrenz würde Ciscos Preise unterbieten.

Das ist ein Problem, das Cisco in vielen Bereichen hat - auch bei Videokonferenzsystemen gibt es längst deutlich günstigere Lösungen. Hier sind mittlerweile auch Unternehmen wie Skype unterwegs, die oft günstigere Weblösungen entwickeln.


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SoniX 11. Apr 2011

Jup, Draytek wäre auch mein Vorschlag gewesen.



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