IMHO:Facebook greift Google mit offener Hardware an
Mit seinem Open Compute Project bietet Facebook der gesamten Industrie an, gemeinsam besonders effiziente Server und Rechenzentren zu entwickeln. Doch was fast altruistisch klingt, ist ein gezielter Angriff auf Google.
Einer der größten Wettbewerbsvorteile von Google besteht in dessen Infrastruktur, zahllose Server verteilt auf viele Rechenzentren, verstreut über den Globus und getrimmt auf hohe Effizienz. Dabei setzt Google nicht auf Standardhardware, sondern hat Server, Switches, Stromversorgung und Rechenzentren selbst entwickelt, die für die eigenen Bedürfnisse optimiert sind. Das Ziel: hohe Effizienz und geringe Kosten.
Facebook schickt sich nun an, Google diesen Wettbewerbsvorteil zu nehmen. Das Unternehmen hat seinerseits ein besonders effizientes Server- und Rechenzentrumsdesign entworfen. Während aber Google sich zu seiner Infrastruktur eher bedeckt hält, prescht Facebook mit seinen Designs in die Öffentlichkeit und gibt die Spezifikationen frei.
Die Logik scheint simpel: Je mehr Menschen sich an der Weiterentwicklung beteiligen und je mehr Hersteller und Rechenzentrumsbetreiber auf den Zug aufspringen, desto größer die Chance, dass die Industrie Standardkomponenten anbietet, die Googles Wettbewerbsvorteil in Sachen Infrastruktur schrumpfen lassen. Das erhöht den Konkurrenzdruck auf Google und stärkt indirekt Facebooks Marktposition.
Bild 1/32: Facebook-Rechenzentrum in Pineville
Bild 2/32: Facebook-Rechenzentrum in Prineville
Bild 3/32: Facebook-Rechenzentrum in Pineville
Bild 4/32: Facebook-Rechenzentrum in Prineville
Bild 5/32: Lüfter in Facebooks Rechenzentrum in Pineville
Bild 6/32: Lüfter in Facebooks Rechenzentrum in Prineville
Bild 7/32: Lüfter in Facebooks Rechenzentrum in Pineville
Bild 8/32: Lüfter in Facebooks Rechenzentrum in Prineville
Bild 9/32: Facebooks Rechenzentrum in Pineville
Bild 10/32: Facebooks Rechenzentrum in Prineville
Bild 11/32: Facebooks Rechenzentrum in Pineville
Bild 12/32: Facebooks Rechenzentrum in Prineville
Bild 13/32: Facebooks Rechenzentrum in Pineville
Bild 14/32: Facebooks Rechenzentrum in Prineville
Bild 15/32: Facebooks Rechenzentrum in Pineville
Bild 16/32: Facebooks Rechenzentrum in Prineville
Bild 17/32: Facebooks Rechenzentrum in Pineville
Bild 18/32: Facebooks Rechenzentrum in Prineville
Bild 19/32: Facebooks Rechenzentrum in Pineville
Bild 20/32: Facebooks Rechenzentrum in Prineville
Bild 21/32: Facebooks Rechenzentrum in Pineville
Bild 22/32: Facebooks Rechenzentrum in Prineville
Bild 23/32: Open Compute Projekt: AMD-Mainboard
Bild 24/32: Open Compute Projekt: AMD-Mainboard
Bild 25/32: Open Compute Projekt: Akkuschrank zwischen zwei Triple-Racks
Bild 26/32: Open Compute Projekt: Servergehäuse nach oben hin offen
Bild 27/32: Facebooks Rechenzentrum in Pineville
Bild 28/32: Facebooks Rechenzentrum in Prineville
Bild 29/32: Facebooks Rechenzentrum in Pineville
Bild 30/32: Open Compute Projekt: Intel-Mainboard
Bild 31/32: Open Compute Projekt: Netzteil
Bild 32/32: Open Compute Projekt: Triple-Racks
Zugleich aber erhofft sich Facebook auch direkt Vorteile durch das Bündnis mit anderen Unternehmen. Durch den Zusammenschluss verringern sich Googles Skalenvorteile, denn die Entwicklungskosten verteilen sich auf mehrere Schultern, so die Idee hinter der Öffnung. Und wenn Hersteller beginnen, auf Basis von Facebooks Design Server anzubieten und miteinander zu konkurrieren, könnten die Kosten weiter sinken. Neue Ideen könnte Facebook direkt in seine Infrastruktur integrieren.
IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach).