Verbotsdrohung

Deutsche Datenschützer verbünden sich gegen Bing Streetside

Das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht will Microsoft die Veröffentlichung von Bing Maps Streetside untersagen, wenn der Konzern kein Vorabwiderspruchsrecht einführt.

Artikel veröffentlicht am ,
Bing-Auto
Bing-Auto

Die Landesdatenschützer von Bayern, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen haben Auflagen für den Microsoft-Dienst Bing Streetside aufgestellt. Das berichtet die Leipziger Volkszeitung. "Die Betroffenen müssen bereits vor Veröffentlichung ihrer Daten im Internet ein Recht zum Widerspruch haben und damit verhindern können, dass Bilder von ihren Häusern im Internet veröffentlicht werden", sagte Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar der Zeitung.

Stellenmarkt
  1. IT-Controller (w/m/d)
    ZEAG Energie AG, Heilbronn
  2. Mitarbeiter im IT-Support (m/w/d)
    Bauer Media Group, Barleben / Magdeburg
Detailsuche

Der Chef des Bayerischen Landesamts für Datenschutzaufsicht (BayLDA), Thomas Kranig, kündigte gegenüber der Zeitung an, Microsoft die Veröffentlichung der Bilder zu untersagen, weil die angebotene Widerspruchsmöglichkeit nicht ausreichend sei. Das BayLDA ist zuständig, weil Microsofts Deutschlandzentrale in Unterschleißheim bei München angesiedelt ist.

Microsoft-Sprecher Thomas Baumgärtner verwies im Gespräch mit Golem.de auf die Bedeutung des Datenschutzkodex für Bing Maps Streetside: "An dem Datenschutzkodex haben wir mehrere Monate zusammen mit anderen und dem Innenministerium gearbeitet. Auf der Cebit wurde der Kodex durch den früheren Bundesinnenminister angenommen. Daran halten wir uns."

Der Kodex sehe ein Vorabwiderspruchsrecht nicht vor, unter anderem wegen der Fehlerquote, die damit verbunden sei, und aus Datensparsamkeitsgründen. Wenn die Geodatenanbieter ein Vorabwiderspruchsrecht zuließen, seien sie gezwungen, eine Art Melderegister der Einsprechenden mit Adresse, Namen und E-Mail-Adresse aufzubauen. "Alles, was man juristisch braucht, um so etwas fehlerfrei machen zu können. Das bewirkt aber das genaue Gegenteil dessen, was wir bezwecken wollen", sagte er.

Golem Karrierewelt
  1. Advanced Python – Fortgeschrittene Programmierthemen: virtueller Drei-Tage-Workshop
    23.-25.01.2023, Virtuell
  2. Deep-Dive Kubernetes – Observability, Monitoring & Alerting: virtueller Ein-Tages-Workshop
    22.09.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Weiter werde von Datenschützern angeführt, dass die Bilddaten freigeschaltet würden, bevor der Widerspruch greife. Dadurch vergingen ein paar Tage, in denen die Privatsphäre völlig ungeschützt sei, führte Baumgärtner die Argumente der Gegner an. Doch Gesichter, Autokennzeichen, Gewaltszenen oder Nacktheit würden von Microsoft schon vorab gelöscht, automatisch oder kontrolliert. Baumgärtner: "Was dann unter Umständen zwei Tage im Internet steht, ist ohnehin schon Material, was vorab geblurrt wurde."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


redex 08. Apr 2011

Wenn ich mal ein Haus kaufen möchte das verpixelt wurde möchte ich auch die möglichkeit...

Prypjat 08. Apr 2011

Du würdest also eine Totale Überwachung vom Staat eher Beführworten, als ein paar Bilder...

GodsBoss 08. Apr 2011

Also können die Firmen effizienter arbeiten. Ist doch positiv.

GodsBoss 08. Apr 2011

Yapps! Da können nun Tausende von im Rollstuhl sitzenden Einbrechern herausfinden, wo...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Ron Gilbert
Chefentwickler von Monkey Island sauer auf Community

"Die Leute sind gemein": Ron Gilbert, Chefentwickler von Return to Monkey Island, reagiert auf Kritik am Grafikstil des Adventures.

Ron Gilbert: Chefentwickler von Monkey Island sauer auf Community
Artikel
  1. Rufus Beta 3.19: Installationstool umgeht Onlinekontozwang von Windows 11
    Rufus Beta 3.19
    Installationstool umgeht Onlinekontozwang von Windows 11

    Windows 11 ohne Microsoft-Konto installieren: In der Beta 3.19 von Rufus ist das wieder möglich. Das Tool kann auch andere Sperren umgehen.

  2. US-Streaming: Immer mehr Netflix-Abonnenten kündigen nach einem Monat
    US-Streaming
    Immer mehr Netflix-Abonnenten kündigen nach einem Monat

    Netflix hat zunehmend Probleme, neue Abonnenten zu halten. Der Anteil an Neukunden, die nach einem Monat wieder kündigen, steigt.

  3. Specter 1: Futuristisches S-Pedelec hat Vollcarbonrahmen und Doppelakku
    Specter 1
    Futuristisches S-Pedelec hat Vollcarbonrahmen und Doppelakku

    Das Specter 1 ist ein S-Pedelec, das bis zu 45 km/h fährt, aus einem Vollcarbonrahmen besteht und über einen 700-Watt-Motor verfügt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Gigabyte RX 6800 679€ • Samsung SSD 2TB (PS5-komp.) 249,90€ • MindStar (Zotac RTX 3090 1.399€) • Nanoleaf günstiger • Alternate (TeamGroup DDR4-3600 16GB 49,99€, Be Quiet Silent Tower 159,90€) • iPhone SE (2022) günstig wie nie: 481,41€ • Switch OLED günstig wie nie: 333€ [Werbung]
    •  /