Erstes Service Pack: Outlook 2011 lernt das Synchronisieren von Kalendern
Für die kommende Woche plant Microsoft das erste Service Pack für Office 2011. Damit will Microsoft vor allem fehlende Funktionen in Outlook 2011 nachrüsten und auch Fehler korrigieren. Interessant wird für Mac-Nutzer die bessere Einbindung in Apple-spezifische Teile des Betriebssystems. So soll es mit dem Service Pack möglich sein, Outlook-Kalenderdaten mit iOS-Geräten wie dem iPhone oder iPad und mit Mac OS X zu synchronisieren.
MobileMe wird allerdings bald nicht mehr die Sync-Services von Mac OS X unterstützen(öffnet im neuen Fenster). Das bedeutet, dass Anwender, die ihre Kalenderdaten mit MobileMe verwalten, diese nicht mit Outlook synchronisieren können, da Outlook CalDAV(öffnet im neuen Fenster) nicht beherrscht.
Verbesserter Umgang mit E-Mails
Andere Funktionen, die Microsoft der Mac-Version hinzufügt, erleichtern vor allem den Umgang mit E-Mails. So wird Outlook 2011 mit dem SP1 in der Lage sein, eine Umleitung bei E-Mails durchzuführen, E-Mails können noch einmal versendet und sie können nachträglich editiert werden. Zudem werden serverbasierte Filterregeln auf einem Exchange-Server nun unterstützt.
Änderungen in den anderen Office-Programmen nennt Microsoft noch nicht, aber es ist davon auszugehen, dass die Entwickler zumindest einige Fehler in dem Office-Paket beseitigen werden. Office fehlen einige Funktionen, über deren Fehlen wir bereits berichtet haben.
Das Fehlen von "Speichern unter"
Unklar ist allerdings noch, ob diese auch nachgeliefert werden. Vor allem Outlook wirkt auf dem Macintosh wie eine unfertige Software. So kann das Programm keine E-Mails als .msg-Dateien speichern, denn der "Speichern unter"-Menüpunkt ist schlicht ausgegraut. Das ist allerdings auch konsequent, denn Outlook-2011-Nutzer können solche Outlook-E-Mail-Dateien gar nicht erst öffnen, was die Migration von Windows zum Mac mitunter erschwert.

Zuletzt fiel Outlook 2011 noch mit einem Zeitfehler auf. Outlook-Nutzer waren auf dem Macintosh nach der Umstellung auf die Sommerzeit ihrer Zeit voraus. Im Unterschied zu Windows-Nutzern sendeten Nutzer von Outlook 2011 ihre E-Mails um eine Stunde zeitversetzt aus der Zukunft. Im Gegenzug bekam der Mac-Anwender E-Mails von anderen eine Stunde aus der Vergangenheit. Mitunter wird berichtet, dass dies mit Exchange zusammenhängt, aber wir konnten das Problem auch mit einem Account nachvollziehen, der nicht auf Exchange setzt.
Microsoft verlässt sich bei der Berechnung der Zeit nicht auf die Vorgaben vom Betriebssystem. Deswegen bietet Outlook auch eine eigene Zeitzoneneinstellung an, die nur für das Programm gilt. Bei der Umstellung vertut sich das Programm allerdings, obwohl in den Einstellungen die korrekte Zeitzone eingetragen ist.
Der Fehler lässt sich aber leicht beheben, wie eine Anleitung zeigt(öffnet im neuen Fenster). Dazu muss der Anwender erst einmal virtuell in eine andere Region reisen (Einstellungen – Kalender – Zeitzone), zum Beispiel nach Kanada. Dort angekommen muss Outlook beendet und wieder gestartet werden, um in die korrekte Zeitzone zurückzureisen. Nach einem Neustart sind neu abgeholte E-Mails mit der korrekten Zeit versehen. Alle bereits abgeholten E-Mails behalten aber die falschen Zeitangaben. Wer hier die korrekte Zeit sehen will, muss derzeit in den Quelltext der E-Mail schauen.
Das Service Pack 1 für Office 2011 ist für die kommende Woche, also Mitte April 2011, geplant. Weitere Informationen gibt's im Office for Mac-Blog(öffnet im neuen Fenster).
Office 2010 soll ebenfalls bald ein erstes Service Pack bekommen. Die Veröffentlichung ist für den Sommer geplant. Derartige Fehlerbehebungen sind dort allerdings nicht zu erwarten. Die Windows-Version von Outlook beherrscht das Speichern von E-Mails.
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