Erdbeben
Chipfabrik in Japan bleibt für immer geschlossen
Eine Chipfabrik in Sendai ist von dem Erdbeben in Japan am 11. März 2011 so schwer getroffen worden, dass Freescale Semiconductor die Anlage komplett aufgibt. Bis vor wenigen Tagen konnte die Fab nicht betreten werden.
Freescale Semiconductor wird seine bei dem Erdbeben in Japan schwer beschädigte Wafer-Fertigung in Sendai nicht wieder anlaufen lassen. Das gab das Unternehmen am 5. April 2011 bekannt. "Das Erdbeben vom 11. März der Stärke 9,0 zerstörte die Infrastruktur und die Ausrüstung der Freescale-Fabrik weitgehend." Weiterhin bestehende Sicherheitsbedenken, Zerstörungen in der Region und mehrere Nachbeben machten "eine Wiederinbetriebnahme in einem angemessenen Zeitrahmen" unmöglich, erklärte Freescale.
Im April 2009 hatte Freescale, eine frühere Motorola-Sparte, bereits für Dezember 2011 die Schließung der 6-Zoll-Wafer-Fertigung angekündigt. Die Produktionsanlagen waren 1987 als Gemeinschaftsunternehmen von Toshiba und Motorola gebaut worden. 1999 übernahm Motorola die Fabrik in Sendai in der Präfektur Miyagi komplett. Freescale wurde 2006 für 17,6 Milliarden US-Dollar von dem Finanzinvestor Blackstone Group gekauft. Die Fabrik stellte Mikrocontroller, Sensoren und Flashspeicher für den Automobil- und Endkundenmarkt her.
Betroffen sind von der Stilllegung 600 Festangestellte und 175 Zeitarbeiter. Nach der Katastrophe erhielten die Arbeiter eine höhere Abfindung, sagte Firmenchef Rich Beyer dem Onlinemagazin EETimes.
Die Freescale-Anlage war die Fabrik in Japan, die dem Epizentrum des Bebens am nächsten lag, wie Beyer erklärte. Die Zerstörung war so schwer, dass es bis vor zehn Tagen nicht möglich war, die Anlage überhaupt zu betreten. Ausrüstung und Maschinen seien verschoben, Leitungen und Rohre zerbrochen, Gase und Chemikalien ausgetreten, sagte Beyer. Die Fabrik lief vor der Katastrophe mit voller Kapazität, um die Lager vor der bevorstehenden Schließung noch zu füllen. Die Sendai-Fab ist 113 Kilometer entfernt von den havarierten Reaktoren von Fukushima.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
- ohne Werbung
- mit ausgeschaltetem Javascript
- mit RSS-Volltext-Feed







Und Meteoriten schlagen nicht gerade selten auf dem Mond ein... ^^
Klar, bleibt aber immer noch der Schaden, der trotz allem angerichtet wurde. Die Frage...