Linux-Distributionen: Mandriva-Fork Mageia erreicht Betastatus
Von der Linux-Distribution Mageia ist eine erste Beta veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) worden. Diese baut auf dem Linux-Kernel 2.6.38 auf. Außerdem sind in der Vorabversion der Firefox 4.0 als Browser und die Office Suite Libreoffice 3.3.2 enthalten. Die Distribution Mageia bietet außerdem alle gängigen freien Oberflächen in ihren aktuellen Versionen: KDE 4.6, Gnome 2.32, LXDE 0.5.6 und XFCE 4.8. Standard bei der Installation ist LXDE. Außerdem benutzt Mageia das von Mandriva stammende Administrationswerkzeug Drake.
Die Entwickler erhoffen sich eine rege Community zum Testen. Vor allem sind sie daran interessiert, ob alle benötigten Pakete vorhanden sind. Weiteres Augenmerk legt das Mageia-Team auf den möglichst problemlos verlaufenden Updateprozess von Mandriva Linux 2010 auf Mageia. Um den Testprozess zu beschleunigen, sind zwei Testtage am 8. und 9. April geplant.
Das Mageia-Projekt wurde gegründet, nachdem die Mandriva-Tochterfirma Edge-IT aufgelöst wurde. Unter den Beteiligten an dem Projekt finden sich auch entlassene Programmierer. Ein weiterer Grund für die Abspaltung war die ständig vorherrschende finanzielle Unsicherheit von Mandriva. Der Name Mageia leitet sich vom griechischen Wort für Magie ab. Das ist eine Anspielung auf Mandrake den Zauberer, dem ursprüngliche Namensgeber von Mandriva.
DVD- und CD-Abbilder zur Installation für 32-Bit- und 64-Bit-Plattformen stehen zum Download zur Verfügung(öffnet im neuen Fenster). Live-CDs zum Testen sollen am 7. April veröffentlicht werden. Die finale Version von Mageia soll am 1. Juni erscheinen. [von Sebastian Grüner]
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