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Anonymous-Anhänger halten die Mehrheit für blöd

Sinn haben diese Einwände nicht. Denn die Antwort lautet zuverlässig: Das ist ja erst der Anfang! "Wehret den Anfängen!" heißt daher der Schlachtruf. "Ich sehe ganz klar eine Schnittmenge zwischen Sony und einem irren Diktator", schreibt ein Golem.de-Leser, denn Sony "diktiere" seinen Nutzern ja auch, wie sie sich verhalten sollten. Obgleich Sony seine große - auch politische - Macht derzeit noch nicht mit physischer Gewalt durchsetze, sei ein solches Szenario für die Zukunft durchaus denkbar, ist ein beliebtes Argument.

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Ein Leser hält es auf Nachfragen nicht für ausgeschlossen, dass Sony-Mitarbeiter ins Haus unliebsamer Konsumenten eindringen, die Familien abschlachten und töten könnten. Ein weiterer argumentiert nachvollziehbar: "Konzerne zerstören unseren Planeten, kaufen unsere Regierungen, zerstören die Demokratie, feuern Kriege an, unterbinden den Wettbewerb mit Patenten" und schlussfolgert dann, sie ließen "uns keine andere Wahl".

Anfänge einer Gefährdung für die Demokratie sind in solchen Aussagen tatsächlich zu erkennen, allerdings an anderer Stelle, als die Autoren meinen. Die Gefahr liegt in der Überzeugung der Anonymous-Anhänger, keine andere Wahl zu haben, als zu illegalen Mitteln zu greifen, also Selbstjustiz zu üben. Demokratische Mechanismen werden ausgeschlossen: Öffentlich gegen Sony vor Gericht zu ziehen oder die Meinungsbildung mit Hilfe der Medien zu beeinflussen, um die Öffentlichkeit auf unliebsame Praktiken des Konzerns aufmerksam zu machen, gilt nicht als Option. Selbst das einfachste Instrument zur Kontrolle von Konzernen in einer freien Wirtschaft wird nicht in Betracht gezogen: der Boykott.

Es ist entlarvend, wie Befürworter der DoS-Attacken die Entscheidung begründen, nicht die in Demokratien legalen Mittel gegen Sony einzusetzen: Sie halten ihre Meinung nicht für mehrheitsfähig. Demokratie beruht aber auf dem Konsens, dass die Mehrheit bestimmt, dass eine Interessengruppe, um sich durchzusetzen, also Mehrheiten finden muss - ein langwieriger und anstrengender Prozess, der mehr Durchhaltevermögen und Mut erfordert als ein DoS-Angriff vom heimischen Rechner aus.

Doch die Anhänger von Anonymous halten es für unmöglich, "genug Leute dazu zu bringen, keine Produkte von Sony mehr zu kaufen." Sie halten offenkundig die Masse für dumm und sich für diejenigen, die sie zu ihrem Glück zwingen müssen. "Es wäre schön, wenn es mit Konsumverzicht klappen würde", schreibt ein Nutzer des Golem.de-Forums. "Dafür gibt's aber zu viele Deppen auf der Welt."

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach).

 IMHO: Hitler, Gaddafi, die Stasi - und Sony
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bugmenot 26. Jul 2011

anonymous wird sich hoffentlich irgendwann selber sabotieren und aufhören wie eine...

Neonblack 19. Apr 2011

Okay quetzal, mein letztes Post zu dem Thema: Ich habe schon verstanden, dass Du Deine...

gna 09. Apr 2011

Seit der Flut von Phihing Mails, Trojaner-Files und DOS-Attacken finde ich an der...

Tonala2 09. Apr 2011

Mensch, auch hier kann ich dir zustimmen: Die Daddel-Kiddies sollen mit ihren Puppen...

spanther 08. Apr 2011

Joar für Trolle kommt es darauf an, um damit ihre Argumentation zu untermauern und Sony...


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