Siemens Trust-Ebox
Postbriefe vor der Zustellung online lesen
Postkunden in der Schweiz können bald ihre Briefpost komplett in E-Mails umwandeln lassen. Siemens wird den Service Trust-Ebox ab Sommer 2011 anbieten.
Siemens bietet Postunternehmen mit Trust-Ebox bald einen Dienst an, der die Briefzustellung in elektronische Post umwandelt. Trust-Ebox-Kunden erhalten dabei eine Benachrichtigungs-E-Mail mit dem Abbild ihrer Briefumschläge. Sie können dann ihre Post über das Internet bearbeiten. Auf Wunsch werden die Briefe auch geöffnet und gescannt und dann als digitale Kopie zur Verfügung gestellt.
"Unwichtige Werbesendungen kann der Kunde direkt vernichten lassen, wichtige Briefe dagegen können weiterhin zugestellt werden", gab das Unternehmen bekannt. Eine so reduzierte Briefmenge könne auf Wunsch nur noch einmal die Woche zugestellt werden.
Menschen könnten so während des Urlaubs wichtige Post online lesen und die Zustellung unerwünschter Werbesendungen verhindern. Die Logistikunternehmen müssten zudem Postkunden, die abgelegen wohnen, seltener beliefern.
Siemens Trust-Ebox beruht auf einer Automatisierungstechnik, bei der die Bilder der Briefumschläge unmittelbar während der Sortierung aufgenommen werden. In diesen Anlagen werden pro Stunde circa 50.000 Briefe analysiert und sortiert. Die Schweizerische Post plane bereits, Trust-Ebox ab Sommer 2011 für private Endkunden anzubieten. Auch Unternehmen können ihren eingehenden Briefverkehr digitalisieren: Siemens Real Estate erprobt die Trust-Ebox derzeit bei der eigenen Post in Konstanz. Die Ausweitung auf andere Standorte ist geplant.
Für die Postunternehmen bedeute dies nicht automatisch weniger Einnahmen beim Porto. Siemens-Sprecher Norbert Aschenbrenner sagte Golem.de: "Die Briefe werden ja nach wie vor verschickt, das heißt, das Portoaufkommen wird zunächst nicht weniger. Sie werden halt dem Empfänger nicht zugestellt." Wie Werbekunden reagieren, könne er jedoch nicht einschätzen.
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