Abo
  • Services:

SecurID

RSA-Einbruch gelang durch Zero Day im Flash Player

Durch einen ausgeklügelten Angriff ist ein Angreifer an Daten der Firma RSA Security gekommen, die das SecurID-System entwickelt hat. Das Problem lag bei einem Mitarbeiter, der per Social Engineering dazu gebracht wurde, ein Excel-Dokument samt Zero-Day-Exploit zu öffnen.

Artikel veröffentlicht am ,
SecureID-Token
SecureID-Token

Uri Rivner, führender Mitarbeiter von RSA, hat einige Details zu dem Einbruch in dem Unternehmen vor zwei Wochen im Firmenblog veröffentlicht. Durch den Einbruch wird die Sicherheit des SecurID-Systems zumindest in ihrer Effektivität beeinträchtigt. Der Benutzer eines SecurID-Systems muss zur Authentifizierung ein Passwort kennen und im Besitz seines Tokens sein. Der SecurID-Token in Form eines Schlüsselanhängers generiert minütlich einen Zahlencode, den der Server vorhersagen und somit prüfen kann.

Stellenmarkt
  1. Spiegel-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG, Hamburg
  2. Deutsches Patent- und Markenamt, München

Rivner zufolge wurde der Angriff mit zwei Phishing-E-Mails nicht auf wichtige Mitarbeiter gestartet, sondern es wurden Mitarbeiter angegriffen, die keinen besonderen Wert für einen Angriff erkennen ließen. Es wurden zwei kleine Mitarbeitergruppen innerhalb von zwei Tagen angeschrieben. Titel der Anschrift: "2011 Recruitment Plan". Die E-Mail war Rivners Erläuterungen zufolge geschickt genug formuliert worden, dass einer der Nutzer die als Spam klassifizierte E-Mail aus dem Junk-Ordner zog und öffnete (Social Engineering). Dabei öffnete er auch eine Excel-Datei, die einen Zero-Day-Exploit für den Flash Player beinhaltete. Adobe sah sich in der vergangenen Woche gezwungen, einen Notfallpatch außer der Reihe zu veröffentlichen.

Mit der eingebetteten Flashdatei gelang es dem Angreifer, Poison Ivy auf dem System zu installieren, einem System, das eine entfernte Administration ermöglicht. Poison Ivy war dabei im sogenannten reverse-connect mode und zudem eine für den Angriff modifizierte Version. Der zu administrierende Server ist also eigentlich ein Host, der den Command-&-Control-Server sucht. Das erschwert das Aufspüren der Angriffssoftware. Der Angreifer schaute zunächst dem Opfer digital über die Schulter, um herauszufinden, welche Rolle die Person spielte und welche Zugangsmöglichkeiten sie bot.

Auf diese Art und Weise bewegte sich der Angreifer im Netzwerk und konnte strategisch wichtigere Ziele ausmachen, was ihm auch gelang. Entsprechende Zugangsdaten bekam er unter seine Kontrolle und konnte so einem Nichtadministrator mehr Rechte verschaffen, damit er sich in einem weiteren Feld bewegen konnte. Mit diesem Nutzer gelang ihm dann der Zugriff auf Nutzer mit hohem Wert: Prozessexperten und Serveradministratoren. Zu dem Zeitpunkt gelang es RSA bereits, einen Angriff zu entdecken. Der Angreifer agierte dementsprechend mit Hast, offenbar erfolgreich. Laut RSA konnte der Angreifer mehrere Dateien verschlüsselt in seinen Besitz bekommen. Was genau abhanden gekommen ist, schreibt Rivner allerdings nicht.

RSA hat bereits Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit im Unternehmen gegen derart ausgeklügelte Angriffe zu verbessern. Einige Maßnahmen brauchen allerdings ihre Zeit. Rivner sieht eine Steigerung dieser Art von Angriffen voraus und das RSA-Beispiel soll anderen Unternehmen dazu dienen, Verteidigungsstrategien zu entwickeln, die solche Angriffe abmildern können.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 6,66€
  2. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie
  3. 16,99€
  4. + Prämie (u. a. Far Cry 5, Elex, Assassins Creed Origins) für 62€

Tantalus 05. Apr 2011

Ein ordentlich konfigurierter Mailserver hätte die Mail gar nicht erst angenommen (bzw...

borg 05. Apr 2011

Dann solltest Du mal einen internen Vorschlag machen, dies alles auf eine andere Basis...

Rapmaster 3000 05. Apr 2011

Ja im Jahr 2018, wenn das W3C HTML5 endlich fertig hat. Und ab 2027 nutzen alle wieder...

antares 04. Apr 2011

für verbindliche Signaturen bei emails - Alle diese Social-Engineering Tricks wären...

syntax error 04. Apr 2011

Der Mörder ist immer der Hacker.


Folgen Sie uns
       


Sonnet eGFX Box 650W - Test

Die eGFX Box von Sonnet hat 650 Watt und ist ein externes Grafikkarten-Gehäuse. Sie funktioniert mit AMDs Radeon RX Vega 64 und wird per Thunderbolt 3 an ein Notebook angeschlossen. Der Lüfter und das Netzteil sind vergleichsweise leise, der Preis fällt mit 450 Euro recht hoch aus.

Sonnet eGFX Box 650W - Test Video aufrufen
Anthem angespielt: Action in fremder Welt und Abkühlung im Wasserfall
Anthem angespielt
Action in fremder Welt und Abkühlung im Wasserfall

E3 2018 Eine interessante Welt, schicke Grafik und ein erstaunlich gutes Fluggefühl: Golem.de hat das Actionrollenspiel Anthem von Bioware ausprobiert.

  1. Just Cause 4 und Rage 2 Physik und Psychopathen
  2. Dying Light 2 Stadtentwicklung mit Schwung
  3. E3 2018 Eindrücke, Analysen und Zuschauerfragen

Porsche Design Mate RS im Test: Das P20 Pro in wahnwitzig teuer
Porsche Design Mate RS im Test
Das P20 Pro in wahnwitzig teuer

In Deutschland kostet Huaweis Porsche Design Mate RS 1.550 Euro - dafür bekommen Käufer technisch ein P20 Pro, das ähnlich aussieht wie das Mate 10 Pro. Den Aufpreis von 800 Euro halten wir trotz neuer Technologien für aberwitzig, ein Luxusgerät ist das Smartphone für uns nicht.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Low Latency Docsis Huawei will Latenz von 1 Millisekunde im Kabelnetz erreichen
  2. Cloud PC Huawei streamt Windows 10 auf Smartphones
  3. Android Keine Bootloader-Entsperrung mehr bei Huawei-Geräten

Sun to Liquid: Wie mit Sonnenlicht sauberes Kerosin erzeugt wird
Sun to Liquid
Wie mit Sonnenlicht sauberes Kerosin erzeugt wird

Wasser, Kohlendioxid und Sonnenlicht ergeben: Treibstoff. In Spanien wird eine Anlage in Betrieb genommen, in der mit Hilfe von Sonnenlicht eine Vorstufe für synthetisches Kerosin erzeugt oder Wasserstoff gewonnen wird. Ein Projektverantwortlicher vom DLR hat uns erklärt, warum die Forschung an Brennstoffen trotz Energiewende sinnvoll ist.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Deep Sea Mining Deep Green holte Manganknollen vom Meeresgrund
  2. Klimaschutz Unter der Erde ist das Kohlendioxid gut aufgehoben
  3. Physik Maserlicht aus Diamant

    •  /