Spitzelaffäre

Exmanager der Telekom sollen je 250.000 Euro zahlen

Wegen der systematischen Bespitzelung von Mitarbeitern, Gewerkschaftern und Journalisten sollen Kai-Uwe Ricke und Klaus Zumwinkel je 250.000 Euro an den Konzern zahlen. Das wird die Telekom den Anteilsinhabern auf der nächsten Hauptversammlung vorschlagen.

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Spitzelaffäre: Exmanager der Telekom sollen je 250.000 Euro zahlen

Wie aus der Einladung zur nächsten Hauptversammlung (PDF) für den 12. Mai 2011 hervorgeht, hat sich die neue Führung der Telekom mit Kai-Uwe Ricke und Klaus Zumwinkel auf einen Vergleich geeinigt. Ricke war in den Jahren 2005 und 2006 Vorstandsvorsitzender der Telekom, Zumwinkel Vorsitzender des Aufsichtsrats. In dieser Zeit hatte die Telekom eigene Mitarbeiter, Betriebsräte, Journalisten und andere Personen unter anderem durch Auswertung von Bankunterlagen und Verbindungsdaten von Telefonanschlüssen systematisch überwacht. Im November 2010 wurde deshalb der ehemalige Chef der Konzernsicherheit zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Die Telekom lastet Ricke und Zumwinkel eine Mitschuld an. Sie hätten ihre Aufsichtspflicht verletzt und auch keinen Schaden vom Unternehmen abgewandt, ist der Einladung zur Hauptversammlung zu entnehmen. Jeder der beiden Manager soll im Rahmen eines Vergleichs dafür eine Viertelmillion Euro aus eigener Tasche an die Telekom zahlen.

Beide waren mit einer D&O-Versicherung über den Konzern geschützt, die Versicherung steuert je weitere 350.000 Euro bei und hat der Vereinbarung bereits zugestimmt. Ursprünglich hatte die Telekom von Ricke und Zumwinkel je rund eine Million Euro gefordert. Die Zahlungen werden fällig, wenn die Aktionäre auf der Hauptversammlung dem Vergleich zustimmen. Deshalb ist der Wortlaut des Vergleichs auch vollständig der Einladung zur Veranstaltung zu entnehmen.

Die Staatsanwaltschaft Bonn hatte im Sommer 2010 die Ermittlungen gegen Ricke und Zumwinkel eingestellt. Vonseiten der Bespitzelten gibt es Bestrebungen, die Affäre weiter auf zivilrechtlicher Ebene aufzuklären.

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