GPL und Co.: Crawler zählen mehrere Millionen Open-Source-Projekte
Googles Crawler melden über 31 Millionen Open-Source-Projekte im Internet, die insgesamt etwa zwei Milliarden Zeilen Sourcecode bereitstellen. Insgesamt steht fast die Hälfte der Projekte unter der GPL(öffnet im neuen Fenster), nämlich 48 Prozent. Weitere 23 Prozent der durch die Crawler erfassten Projekte stehen unter der LGPL(öffnet im neuen Fenster), während 14 Prozent der Projekte die BSD-Lizenz(öffnet im neuen Fenster) bevorzugen. Sechs Prozent der Open-Source-Projekte stehen unter der von Google bevorzugten Apache-Lizenz(öffnet im neuen Fenster) und fünf Prozent unter der MIT-Lizenz(öffnet im neuen Fenster).
Google verwende die Apache-Lizenz, weil sie fair mit Patentrechten umgehe, sagte Chris DiBona auf dem ersten Open Source Summit der Nasa. Außerdem zwinge die Apache-Lizenz nicht durch Copyleft dazu, Quellcode weiterzugeben. Seiner Meinung nach schaffe die Nasa-eigene Open-Source-Lizenz Nosa(öffnet im neuen Fenster) eine Sammlung inkompatibler Software.
Zu viele Lizenzen
DiBona plädiert für eine Reduzierung der Lizenzen. "Die zehn populärsten Lizenzen sollten reichen. Alle weiteren Lizenzen sind eine Verschwendung." Unter diesem Aspekt hatte Google Projekte, die unter der AGPL(öffnet im neuen Fenster) stehen, von seinen Servern zunächst verbannt, dann aber dort wieder akzeptiert.
Allerdings werde die AGPL nicht auf interne Google-Projekte angewandt, sagte DiBona. Die Lizenz solle sehr vorsichtig angewandt werden, sonst müsse der Quellcode unter Umständen an zu vielen Stellen freigegeben werden. Die AGPL ist eine Copyleft-Lizenz, die auch das Teilen über das Netzwerk definiert und in erster Linie für Webanwendungen gedacht ist. Die Datenbank MongoDB steht beispielsweise unter der AGPL.
Google Code akzeptiert Open-Source-Projekte unter allen von der OSI(öffnet im neuen Fenster) abgesegneten Lizenzen. Public-Domain-Projekte werden aber auch weiterhin nur in Ausnahmefällen zugelassen.
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