Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Doch rekordverdächtig: Lekkermobil besteht Langzeit- und Härtetests

Eine elektrische Fahrt von München nach Berlin scheint doch möglich. Akkuhersteller DBM hat ein neu aufgebautes Lekkermobil durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) sowie Dekra testen lassen.
/ Werner Pluta
33 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Lekkermobil
Lekkermobil

Die Leistungsfähigkeit des Elektroautos Lekkermobil ist offensichtlich bestätigt. Dem Tagesspiegel liegen Testergebnisse der Berliner Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) und des Prüfunternehmens Dekra vor, nach denen eine 600-Kilometer-Fahrt mit einem Elektroauto tatsächlich möglich war, berichtet die Berliner Tageszeitung in einer Vorabmeldung zur Ausgabe vom 1. April 2011.

Von München nach Berlin

Im Oktober 2010 hatten das Berliner Unternehmen DBM Energy und der Energieversorger Lekker eine Langstreckenfahrt mit dem sogenannten Lekkermobil, einem zum Elektroauto umgebauten Audi A2, durchgeführt. Sie waren nonstop von München nach Berlin gefahren. Möglich wurde das durch Kolibri, einen von DBM entwickelten Akku auf Lithium-Polymer-Basis.

Lekkermobil auf Rekordfahrt – Herstellervideo
Lekkermobil auf Rekordfahrt – Herstellervideo (01:00)

Der Automobilverband ADAC mochte diesen Angaben jedoch keinen Glauben schenken . Bei der Fahrt sei kein Notar dabei gewesen – derjenige, der die Fahrt hätte beglaubigen sollen, hatte abgesagt. Außerdem habe, so kritisierte der ADAC, keine neutrale technische Abnahme des Autos stattgefunden. Dass das Auto im Winter einem Feuer zum Opfer fiel , trug nicht gerade dazu bei, die Zweifel des ADAC auszuräumen.

Harte Bedingungen

DBM hatte BAM und Dekra ein neu aufgebautes Elektrofahrzeug auf der Basis eines Audi A2 zur Verfügung gestellt. Das verfügte über einen kleineren Akku als das Lekkermobil, spulte auf dem Rollprüfstand der Dekra aber dennoch gut 455 Kilometer ab. BAM und Dekra testeten den Akku zudem unter harten Bedingungen. Die Prüfer setzten ihn extremen Klima- und Luftdruckschwankungen aus, schlossen ihn kurz und falsch an, überluden ihn und testeten seine Haltbarkeit, indem sie ihn mechanischen Belastungen wie Schwingungen, Stößen und mehreren Aufprallen aussetzten.

Die Tests seien "positiv ausgefallen" , resümierte DBM-Chef Mirko Hannemann. "Die Kolibri-Zellen haben alle Prüfungen bestanden." Die Untersuchungen durch BAM und Dekra belegten, dass die Kolibri-Zellen "die erforderlichen Sicherheitsstandards zu Luft, Land und Wasser" erfüllten.


Relevante Themen