Atomkraftwerke

Deutsche Energie-Agentur befürchtet Stromengpass

Mit der Abschaltung von bis zu 13 Kernkraftwerken im Mai 2011 könnte der Einsatz der Notstromaggregate zur Kühlung der Reaktoren erforderlich werden. Fachleute warnen im Handelsblatt (Mittwochsausgabe) vor diesem ungeplanten und risikoreichen Test für den Ernstfall.

Artikel veröffentlicht am ,
Stephan Kohler, Chef der Deutschen Energie-Agentur
Stephan Kohler, Chef der Deutschen Energie-Agentur

Im Mai 2011 werden voraussichtlich 13 von insgesamt 17 deutschen Meilern stillstehen. Sieben sind im Zuge des Moratoriums bereits abgeschaltet, der Reaktor Krümmel soll ohnehin nicht wieder ans Netz gehen; für fünf weitere Meiler stehen im Mai mehrwöchige Revisionen an. "Das wird eng. Es stellt sich die Frage, ob wir dann noch ausreichend gesicherte Leistung haben. Außerdem wird sich erst noch erweisen müssen, ob die Netzkapazitäten ausreichen, um den Strom dann dorthin zu leiten, wo er gerade gebraucht wird", sagte Stephan Kohler, Chef der Deutschen Energie-Agentur (Dena), dem Handelsblatt. Voraussichtlich fallen im Südwesten gleich mehrere Kernkraftwerke weg, es müssen also große Strommengen dorthin transportiert werden, um die Versorgung zu gewährleisten. Die Netze werden dadurch stark belastet.

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Die Situation lasse sich nur bewältigen, wenn es gelinge, alte, fossil betriebene Kraftwerke schnell genug ans Netz zu bringen. "Außerdem müssen wir akzeptieren, dass dann der Importanteil steigt", sagte Kohler. Den raschen Wegfall so großer Erzeugungskapazitäten könne man jedenfalls "nicht so einfach freizeichnen", warnte Kohler. Die Gefahren für die Versorgungssicherheit und die Netzstabilität seien erheblich.

Sollte das Netz den Anforderungen nicht gerecht werden, könnte das ungeahnte Konsequenzen haben. "Netzausfälle bergen erhebliche Sicherheitsrisiken für die Reaktoren", sagte Kohler. "Wenn es zu Turbulenzen im Netz kommt, ergeben sich unschöne Situationen", sagte Lothar Hahn, bis Frühjahr 2010 Geschäftsführer der Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS), mit Blick auf den Kühlbedarf der Reaktoren.

Denn auch abgeschaltete Reaktoren benötigen Strom, damit die Kühlung funktioniert. Fällt das Netz aus, muss auf die Notstromaggregate zurückgegriffen werden. Einschlägigen Studien zufolge wachsen mit einem Netzausfall und dem Einsatz der Notstromversorgung die Unfallrisiken erheblich.[Quelle: Handelsblatt]

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samy 19. Apr 2011

FULL ACK! Und deine neue Signatur, gefällt mir besser als die alte :-)

samy 12. Apr 2011

das ist nicht nur SAUdämlich.. das ist sogar GAUdämlich... oder SUPERGAUdämlich...

samy 02. Apr 2011

Zu 50 % gehört die DENA der Atomlobby.. http://www.bildblog.de/29163/der-experte-der...

Anonymer Nutzer 31. Mär 2011

was hat das mit diesem teil-thread zu tun?



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